Wieso die Digitalisierung das Ende des Menschen bedeuten könnte

Wir haben langsam verstanden, dass Gene unser Vermächtnis an die nachkommende Generation sind. Wir geben das Beste von uns weiter, nicht bewusst und nicht über Nacht. Ganz langsam und über Tausende oder Millionen Jahre hinweg werden wir besser. Darwin hat es uns erzählt, hat eine Richtung gewiesen. Die Nazis haben sich damals dieser (und weiterer) schönen Theorien bedient und so hingebastelt, dass die Arier seit den 1930er Jahren das höchste allen Lebens seien. Gene geben Informationen weiter. Aber auch eine kinderlose Schriftstellerin kann Informationen an die Nachwelt weitergeben. Sie kann Bücher schreiben die ganze Generationen bewegen. Dies geschah erstmalig durch einen Affen vor vielen Jahrtausenden. Die Weitergabe von Gedankeninhalten. Meme genannt.

Nun sind wir an einem Punkt angekommen wo es uns als Gen- oder Memvehikel nicht mehr braucht (oder fast nicht mehr). Wir überlasen Smart living, Google oder Amazon die Selektion. Wir geben nach Millionen Jahren der Evolution das Ruder aus der Hand, das erste Mal seit bestehen unsere Spezies.

Shownotes

Dr. Susan Blackmore

TedX Talks

Mem

Memetik

Spiegel Online (2009)

 

One thought on “Wieso die Digitalisierung das Ende des Menschen bedeuten könnte

  1. Moin Marc,

    das war ein sehr schöner Beitrag, der mir den Feierabend angenehm gemacht hat. Danke dafür… Was wir noch machen können, ist ein kühles Bier genießen, Rilke lesen, Musik machen, alten Scheiben lauschen, uns am Sternenhimmel erfreuen. Zumindest sind dieses Dinge, die eine KI nicht verstehen wird. Für eine Kehrtwende ist es zu spät. Die gerade laufende digitale Revolution wird einiges bisher evolvierte in den Schatten stellen, und das ist zart ausgedrückt. Lesen tue viel über die neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten durch KI, Robotik, Nanotec und Quantencomputer. Da freut sich die Wirtschaft drauf, versteht aber nicht, dass sie Mittel zum Zweck einer sich beschleunigt evolvierten „Technik“ ist. Ein Zweck von Google war schon seit langem eine KI zu entwickeln. Und mit allem was wir so ins Netz einspeisen, durch Suche, Posts, Beiträge, Telefonate, Alexa, dem Internet der Dinge, trainieren wir Ki`s. Wirtschaft und Co freut sich darüber, damit wir zielgenauer konsumieren, Daten geben,… Aber darum geht es nicht. Ich habe Elon Musk Warnungen nicht gelesen, aber die braucht es auch nicht, weil man alles finden und sehen kann, wenn man möchte, das ist kein Geheimwissen. Und auf dem weiterem Weg werden wir sicherlich auch gute Möglichkeiten entwickeln, die uns „nützen“. Aber ich glaube auch, dass es Zeit ist, uns sehr intensiv damit zu beschäftigen, was Menschsein ausmacht und was wir zukünftig sein wollen und werden. Das ist dann eher der spirituelle Pfad und möglicherweise unsere weitere Evolution in diesem Universum. Aber vielleicht es dieses auch nur die Idee und Hoffnung meines Gehirns… Naja und abgesehen davon haben wir ja auch schon ein paar Tipping-Points erreicht, die unser Überleben auf diesem Planeten zumindest erschweren werden. Ach, da gibts noch eine Menge zum denken und fühlen zu. Aber es freut mich, einen Berufskollegen zu hören, der sich auch hierzu Gedanken macht. Hab es gut, freundliche Grüße von Torsten

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