Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Es ist zum heulen in meinem Job…Ich werde einfach nicht gesehen…ich mache nur Tätigkeiten wie ein Roboter..

Solche Aussagen hören wir in den letzten Jahren immer häufiger. Ich höre sie irgendwie fast wöchentlich bis täglich. Wenn man nicht über die Arbeit jammern kann, kann man sich ja über sonst nichts aufregen, so mag man meinen. Was ist dieser Sinn in Arbeit den Alle suchen? Die Sozialarbeitenden sind da fein raus, meinen viele. Die haben ja Sinn durch das Helfen. Was ist das für eine diffuse Sache mit dem Sinn und was kann ich als Einzelner tun? Was kann die Firma tun? Sinn gibts ja nicht gerade im Katalog.

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Ein Leben auf dem Prüfstand

Ein Leben auf dem Prüfstand

Wir leben ein Leben voller Prüfungen. Manche sagen jetzt vielleicht Gott stelle uns vor Prüfungen oder Andere meinen wir sollen aus allem etwas lernen. Die Antworten auf den Sinn der ganzen Prüfungen erschließt sich nicht wirklich. Wir fangen schon vor der Geburt an das Ungeborene in eine Schublade zu pressen. Immer mit der Frage ist es denn gesund, ist es “normal”? Wir werden bis zu unserem Tod an diesem seltsamen Gebilde des Normalen gemessen. Prüfung über Prüfung und Ergebnis über Ergebnis erhalten wir mehr Daten, die keiner zusammenfügt. Wir stehen nur da und wissen, wir sind nicht normal oder eben wir sind sogar zu normal. Alles scheint ein Problem.

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Von Visionen und Visionskillern

Von Visionen und Visionskillern

Die erste Outdoor Episode 2017 sollte sich um Visionen drehen habe ich mir gedacht. Und gedacht… getan!

Es ist schrecklich für mich wahrzunehmen, dass wir in einer Gesellschaft ohne Visionäre leben müssen. Wir werden von klein auf darauf getrimmt möglichst nicht zu träumen, nicht zu visionieren. Wir werden in Normkarrieren sozialisiert, gehen auf die tolle Schule die unsere Eltern für uns aussuchten, wir machen eine Ausbildung von der wir glauben das Richtige zu lernen und wir machen Jobs weil er unseren Lifestyle finanzieren soll. Wir haben keine Vision, vielleicht haben wir eine Vorstellung davon wo und wie der nächste Job, die nächste Frau aussehen soll. Wir haben alles in unserer Rübe aber nichts ist konkret. Man könnte ja enttäuscht werden und die Sicherheit, die uns unsere Eltern vorgebetet haben, verlieren. Wir sind Gefangene unseres Verstandes. Wir glauben wir sind unser Verstand, wir sind überzeugt wir machen das was wir schon immer wollten. Wir umgeben uns mit Energieräubern und schlechten Beratern. Wir fragen die Traditionalisten nach Innovationen und sind beruhigt wenn der Andere nichts versteht. Wir sind kranke Seelen und merken es nicht.

 

Shownotes

Lebenskarten

Visionboard

Wieso Suchtkranke immer wieder scheitern

Wieso Suchtkranke immer wieder scheitern

Es ist ein Phänomen bei dieser Krankheit, die Rückfallquote ist zum heulen. In den ersten 6 Monaten, sagen verschiedene Statistiken, werden 80-97% der Suchtkranken rückfällig. Sei es nach einem Kalten Entzug, nach einer stationären Entgiftung oder auch nach einer stationären Therapie, fast keiner schafft es abstinet zu leben. Das erste Jahr ist das brenzligste und das trotz persönlicher Bemühungen, fachlicher Unterstützung und auch familiärer Hilfe. Es ist zu verrückt werden. Was aber brauchen dann Suchtkranke? Wenn diese ganzen Maßnahmen so gut wie unwirksam sind, wenn nur 3,6% der Menschen in Deutschland abstinent leben, muss man sich unweigerlich fragen was da los ist, was denn menschen fehlt. Ich habe mich eine Woche mit Menschen unterhalten die wie ich auf der Entgiftungsstation waren. Ich habe mir einige Geschichten angehört, meine eigene mehrfach erzählt und eine bittere Erkenntnis gewonnen. Kaum einer, eigentlich keiner hat eine Vision für sich selbst. Keiner hat ein klares Lebenskonzept vor Augen. Wiso ist das so? Wieso kam ich mir mit meinen Visionen und Zielen vor wie ein Fremdkörper? Fragen über Fragen und eine noch spannendere Erkenntnis durch eine einzelne systemische Aufstellung gestern Nachmittag.

Deine Motivation reicht nicht für den Erfolg

Deine Motivation reicht nicht für den Erfolg

“Motiviert zu sein, ambitioniert zu sein, erfolgreich sein zu wollen… reicht nicht aus.” Das ist ein Satz den wir nicht hören möchten. Wir wollen doch “genug sein”. Motivation ist doch nur ein hypothetisches Konstrukt, um die Antriebskraft eines Individuums zu beschreiben. Motivation ist das Ergebnis von individuellen Bedürfnissen (Motiven) einer Person und den Anreizen der Umwelt bzw. der Situation. Was braucht es denn noch? Wir motivieren unsere Kinder, Mitarbeiter, Chefs, Politiker oder neuerdings auch die Menschen die neu in unser Land kommen. Wir motivieren bis der Arzt kommt. Und es soll nicht reichen? Nicht genug sein, um hier in diesem reichen und fortschrittlichen Land sich “erfolgreich” schimpfen zu dürfen?

Genau, das ist nicht genug. Nichts wert. Motivation ist nur die halbe Miete.

Mehrwert für Kunden und soziale Einrichtungen – Ein Audiokommentar

Mehrwert für Kunden und soziale Einrichtungen – Ein Audiokommentar

Eine Antwort auf die Frage, ob das sein muss und welchen Mehrwert durch kundenorientiertes Marketing für a l l e Beteiligten – und das sind einige – generiert werden kann, bietet die Beobachtung des Prozesses vom Annehmen einer Suchterkrankung bis zur stationären Rehabilitation.

war der Satz. den ich heute morgen um 6 Uhr in meinem Feedreader las. Perpetua Schmid und Axel Olaf Kern schrieben einen Gastbeitrag auf Hendrik Epes Blog zum Themengebiet Marketing für Soziale Einrichtungen. Sie schreiben dort

Die Phase der frühen Auseinandersetzung von Personen mit einer Abhängigkeitserkrankung und möglichen Hilfeeinrichtungen wird im Folgenden unter dem Aspekt eines kundenorientieren Marketingansatzes betrachtet.

Das ist doch dein Thema dachte ich und fand überraschenderweise viele Parallelen zu meiner Vorlesung, was ich meinen Studierenden erzählte. Ebenso fand ich Gedanken wieder die ich bei meiner Firma Anwendung finden. Schlussendlich habe ich mich entschlossen meine Erfahrungen als Audiokommentar zu verfassen.

 

Shownotes

Ideequdrat

Dezidive & assistive Kunden

Axel Olaf Kern bei SoziFon

Perpetua Schmid bei Xing

Wieso deine Vorsätze für 2017 scheitern werden

Wieso deine Vorsätze für 2017 scheitern werden

Es ist vielleicht nicht die feine englische Art mit der ersten Episode im neuen Jahr gleich wieder pessimistisch zu starten. Stimmt, das dachte ich auch. Ich bin auf die Suche gegangen, wieso die ganzen tollen Vorsätze immer wieder in die Hose gehen. Woran liegt es wenn wir die coolen neuen Methoden und Modelle aus unseren Arbeitsalltag nun anwenden sollen und irgendwie alles nicht so geht? Smarte Ziele? Visionboards und Mindmaps und für die ganz sogar ein Set Canvas scheint uns manchmal doch nicht zu reichen. Was fehlt ist das Gefühl, das Spüren, die Emotion. Dann sollten wir da mal genauer hinschauen!

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich – “Ihr habt uns gar nicht verdient”

Seit Jahren verfolge ich die hiesigen Stellenanzeigen des Sozialen Bereichs  Sozialpädagogen scheint man immer zu brauchen, scheint es, wenn man das Jobcenter Portal besucht. Ungeachtet des scheinbaren Fachkräftemangels scheint auch ein Mangel an Kreativität in den Sozialen Einrichtungen eingezogen zu sein. Man wirbt nicht mehr um die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man erwartet dies und das und als Dank bekommt man bei Dienstfahrten das Privileg eingeräumt mit dem eignen PKW fahren zu dürfen. Auf eigene Kosten versteht sich. Nein mal im Ernst, was sind denn das für sinnentleerte Stellenanzeigen in Zeiten von Leanmanagement und Innovation Camps? Was wollen wir mit dieser Kommunikationsart der nüchternen Anzeige als Soziale Einrichtung denn kommunizieren? Ihr habt uns gar nicht verdient liebe Organisationen, so mein Fazit.

SoziFon #171 Ich werde als Sozialarbeiter vor Robotern bedroht

Ich werde als Sozialarbeiter vor Robotern bedroht

Marco Eckle hatte in den Sozialen Medien eine tolle Grafik über die Automatisierbarkeit des Sozialarbeiters gepostet. Zählt der Sozialarbeiter zur von Künstlicher Intelligenz und Roboter bedrohte Art? Sind Roboter die besseren Sozis? Einfühlsamer durch Biodatenschnittstellen, sensorische Reize und Echtzeitscanner? Sind Künstliche Intelligenzen vielleicht aber die Heilsbringer für die leidigen Dokumentations– und Verwaltungsaufgaben? Wie umfassend lassen wir uns ersetzen? Haben wir überhaupt Mitspracherecht?

 

 

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SoziFon #163 Akzeptiere dein Sterben

Akzeptiere dein Sterben

Es ist oft leicht gesagt sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Menschen in der Familie werden älter, vergreisen, werden krank und manchmal gehen sie sprichwörtlich ein wie eine Primel. Wie gehen wir mit diesem Wissen und mit dem Gefühl des Sterbens um? Wir wissen es alle, klar, aber wie gehen wir mit dem Gefühl um? Ich bin im Alter von 24 Jahren mit dem eigenen Tod konfrontiert worden. Hat mich das im Umgang mit sterben umdenken oder umfühlen lassen? Ja, ich will leben. Ich will so arg leben, so intensiv, so frei, dass ich das manchmal kaum aushalte.

 

 

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