Sie sind bei mir falsch

Sie sind bei mir falsch

Immer wieder begegnet mir der Satz, man sei falsch bei dem oder jenem. Es ist ein Satz der mehr Bedeutung und Tiefe hat als man im ersten Moment glauben mag. Mir begegnet dieser Satz schon lange, neuerdings jedoch gehäuft. Ob es nun die möglichen Klienten bei Entwicklungsbüro sind oder potentielle Auftraggeber für Media Sozial, ja es ist sogar so, dass selbst im Freizeitbereich die Leute oft bei mir falsch sind. Sie wollen Capoeira lernen, wollen Saltos lernen oder gekonnte Luftsprünge mit Kick. So viele sind einfach falsch bei mir. Macht mich das einsam? Wer kommt denn nun zu mir und wer ist wohl richtig? Diese Aussage, sie sind bei mir falsch, kam von meiner Lieblingsmetzgersfrau zu einer verwirrten Kundin. Wir sind so oft aus den richtigen Gründen bei der falschen Hilfe, manchmal auch aus den falschen Gründen bei der richtigen Hilfe. DIe Passgenauigkeit ist fast immer ausschlaggebend.

Ich hätte gern mehr Zeit mit meiner Familie gehabt

Ich hätte gern mehr Zeit mit meiner Familie gehabt

Sehr viele Väter sagen, wenn man sie fragt was sie rückblickend anders machen würden, dass sie gern mehr Zeit für die Familie und weniger für den Job gehabt hätten. Heutzutage gibt es ja Elternzeit, auch für Väter. Das ist eine spitzen Errungenschaft und keine Selbstverständlichkeit. Nur wie organisieren Männer das? Ist es wirklich so easy die ersten Tage, Wochen ja vielleicht sogar Monate Zeit für die Familie zu haben? Wirkliche Zeit, keine “Auf dem Sprung” Zeit. Zeit für Nähe, spielen, und alles was man gerne tut. Ich bin gerne draußen und frühstücke gerne. Ich arbeite auch gerne und bin gern mobil und flexibel. Ich versuche ein “Zu viel ..” zu vermeiden. Zu viel Arbeit, zu viel Events, zu viel Socializing, zu viel Lärm.Aber Geld verdienen mag ich natürlich auch. Wie gestaltet sich aber heutzutage so ein digitales, mobiles, smartes (sozial) Business? Klappt das wirklich und kann man damit auch Geld verdienen?

 

Wenn Herzensprojekte wachsen dürfen

Wenn Herzensprojekte wachsen dürfen

Die beiden Reiterinnen Vanessa und Anka waren wieder bei mir im Studio und haben unfassbare Veränderungen bezüglich ihres Herzensprojekts zu berichten. Wie schon in Episode 204 berichtet, wollen die beiden zu Gunsten der Urmel Kinderkrebsstiftung mit ihren Ponys durch Oberschwaben reiten.

Nun ist es so, dass die beiden Damen mächtig Bambule machen und ein spitzen Medien- & Bevölkerungsecho zurück bekamen. Was und wie man sich selbst beteiligen kann, wieso es cool ist mitzumachen und wie ihr die beiden persönlich kennen lernen könnt, gibts in dieser Episode.

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Überall Alte Säcke

Überall Alte Säcke

Wohin wir auch schauen, wir finden überall Alte Säcke vor. Alte Säcke Politik, Alte Säcke Sozialarbeit, Alte Säcke Bildung, Alte Säcke Wirtschaft, Alte Säcke Freizeit, Alte Säcke Urlaub und als wenn es noch nicht genug wäre damit, Alte Säcke Denken wohin man auch schaut. Alte Säcke sind wie eine Pest. Alte Säcke sind weder Männer noch Frauen, noch Weiße oder Schwarze, noch Christen, Muslime oder Hindus. Alte Säcke tragen Anzüge, Abendkleider, Jeans und Jogginghosen. Sie schminken sich, machen Selfies, podcasten oder  posten lustige Kuchenbackvideos in den Social Networks. Alte Säcke beherrschen die Hinterzimmer, die Vorderzimmer und aber keinesfalls die Frauenzimmer. Alte Säcke sind nicht androgyn oder transamorös. Sie sind die Finanzbeamten, die Sozialarbeiterinnen, die Rektoren und Vorstandschefs. Die alten Säcke sind die Vorarbeiter mit Fleischkäsbrötchen und die Sekretärinnen beim Architekt. Sie sind überall. Sie sind in Dir.

Ponys, Oberschwaben und zwei Frauen mit Herz – Der Urmel-Ritt für die Kinderkrebshilfe

Ponys, Oberschwaben und zwei Frauen mit Herz – Der Urmel-Ritt für die Kinderkrebshilfe

Vanessa und Anka, zwei leidenschaftliche Reiterinnen aus der Region Oberschwaben, planen einen Ausritt für den guten Zweck. Hört sich ja klasse an aber was haben die Zwei vor? Die beiden planen, zu Gunsten der Urnel Kinderkrebshilfe in Tettnang, einen siebentägigen Ausritt durch die atemberaubende Landschaft Oberschwabens. Wege die sonst kaum einer kennt und die die Region so auszeichnet. Sie wollen Spaß, Abenteuer und irgendwie klingt es wie die Lagerfeuerromantik die wir immer wieder herbeisehnen. Es soll aber keine Egotour sein sondern sie wollen uns teilhaben lassen. Begleitet durch einen Fotoblog, Facebook Beiträge und noch vieles mehr, rufen die zwei Freundinnen auf, die Kinderkrebshilfe  zu unterstützen. Eine spannende Idee, ein cooles Projekt und eine soziale Einrichtung mit Unterstützungsbedarf.

 

Shownotes

Urmel Kinder-Krebshilfe e.V. Tettnang

Urmel-Ritt Facebook Seite

Urmel-Ritt Blog

Internationalen Kinderkrebstag (DKMS)

Mehrwert für Kunden und soziale Einrichtungen – Ein Audiokommentar

Mehrwert für Kunden und soziale Einrichtungen – Ein Audiokommentar

Eine Antwort auf die Frage, ob das sein muss und welchen Mehrwert durch kundenorientiertes Marketing für a l l e Beteiligten – und das sind einige – generiert werden kann, bietet die Beobachtung des Prozesses vom Annehmen einer Suchterkrankung bis zur stationären Rehabilitation.

war der Satz. den ich heute morgen um 6 Uhr in meinem Feedreader las. Perpetua Schmid und Axel Olaf Kern schrieben einen Gastbeitrag auf Hendrik Epes Blog zum Themengebiet Marketing für Soziale Einrichtungen. Sie schreiben dort

Die Phase der frühen Auseinandersetzung von Personen mit einer Abhängigkeitserkrankung und möglichen Hilfeeinrichtungen wird im Folgenden unter dem Aspekt eines kundenorientieren Marketingansatzes betrachtet.

Das ist doch dein Thema dachte ich und fand überraschenderweise viele Parallelen zu meiner Vorlesung, was ich meinen Studierenden erzählte. Ebenso fand ich Gedanken wieder die ich bei meiner Firma Anwendung finden. Schlussendlich habe ich mich entschlossen meine Erfahrungen als Audiokommentar zu verfassen.

 

Shownotes

Ideequdrat

Dezidive & assistive Kunden

Axel Olaf Kern bei SoziFon

Perpetua Schmid bei Xing

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich – “Ihr habt uns gar nicht verdient”

Seit Jahren verfolge ich die hiesigen Stellenanzeigen des Sozialen Bereichs  Sozialpädagogen scheint man immer zu brauchen, scheint es, wenn man das Jobcenter Portal besucht. Ungeachtet des scheinbaren Fachkräftemangels scheint auch ein Mangel an Kreativität in den Sozialen Einrichtungen eingezogen zu sein. Man wirbt nicht mehr um die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man erwartet dies und das und als Dank bekommt man bei Dienstfahrten das Privileg eingeräumt mit dem eignen PKW fahren zu dürfen. Auf eigene Kosten versteht sich. Nein mal im Ernst, was sind denn das für sinnentleerte Stellenanzeigen in Zeiten von Leanmanagement und Innovation Camps? Was wollen wir mit dieser Kommunikationsart der nüchternen Anzeige als Soziale Einrichtung denn kommunizieren? Ihr habt uns gar nicht verdient liebe Organisationen, so mein Fazit.

Besinnlich beginnt mit Sinn bei sich selbst

Besinnlich beginnt mit Sinn bei sich selbst

Besinnliche Weihnachtszeit wünschen wir zur Zeit immer wieder lieben Menschen in unserem Umfeld. Sie sollen sich also besinnen und es ist ein Appell? Ein Appell zur Besinnung auf irgendwas. Mich machen solchen Zustände immer halb wild. Wenn ich dann nicht weiß auf was ich mich besinnen sollte. Ich hatte auch lange keinen Sinn auf den ich mich besinnen hätte können. Sollten wir uns auf die christlichen Tugenden besinnen und Glaube, Nächstenliebe und Hoffnung unter die Lupe nehmen oder falls wir anderem Glaube zuträglicher sind, sollen wir da die Grundethik wieder in Erinnerung rufen? Es ist so leicht das Sinnsuchen auszurufen, das Sinnbeleuchten oder auch das Sinnschaffen. In einer immer komplexer werdenden Welt, in einer Gesellschaft die bunter kaum sein kann brauchen wir wieder neue Bedeutungen für die Dinge. Sinn, Besinnung, Besinnungslos, Sinnfrei, Sinnentleert, Sinnlos sind die Worte die ich leider oft höre, öfters als “besinnliche Weihnachtszeit”.

 

 

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Es ist Zeit um Hilfe zu bitten

Es ist Zeit um Hilfe zu bitten

Um Hilfe zu bitten ist eine unangenehme Sache. Wir bitten nicht gerne um Hilfe und doch müssen wir uns mit diesen Situationen immer wieder auseinandersetzen. Wenn es uns nicht gut geht, gehen wir zum Arzt und bitten um seine / Ihre medizinische Hilfe. Wenn wir eine Firma gründen wollen oder ein Haus bauen möchten, gehen viele Menschen zur Bank und bitten da um finanzielle Hilfe. Was geht aber bei der Person innerlich ab, die um Hilfe bittet? Was ist mit den vielen Hartz4 Empfängern, die immer wieder mit dem Gang zum Jobcenter um Hilfe bitten?
Wir sehen es oft als selbstverständlich an, dass unser Gegenüber selbst die Motivation besitzt um entsprechende Hilfe zu bitten. In einer Situation die oft von Scham begleitet ist, es nicht alleine geschafft zu haben, ist die Innenwelt oft auf den Kopf gestellt. Wir erwarten von Bittstellern klaren Fokus. Ist das überhaupt möglich?

 

 

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SoziFon #175 Der Trump in uns

Der Trump in uns

Die USA hat ein neues Oberhaupt, ein neuer König ist gestern auf die Bühne der Weltpolitik gestiegen. Wir möchten diese neue Welt nicht wahrhaben, es scheint zu surreal was da gestern um 8:30 geschehen ist. Donald J. Trump soll die USA in neue Zeiten der Stärke führen. Und wir regen uns auf, sind bestürzt über die Bewegung der Abgehängten weltweit. Reicht es nicht das hierzulande die Afd mit einem Paukenschlag die behäbige Politikerwelt verunsichert? Wir wollen es nicht glauben und sind wütend über soviel Dummheit oder fehlendem Bewusstsein. Was aber ist es wirklich was wir an Trump so verabscheuen? Wenn wir mal die Fakten auf den Tisch legen, was wir persönlich da für ein Bild haben, in uns. Was ist das für ein Bild, was ist der Trump in uns? Wir alle schimpfen auf einen Clown, den Feind, die Lachnummer aber wieso? Wieso machen uns diese Menschen solche Angst? Was ist das für eine komische komplexe Welt in der wir an jeder Straßenecke einen Trump finden können und doch nur der eine ist der Antichrist?

 

 

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