Digitale Coachingkonzepte – Ein Seminarrückblick

Digitale Coachingkonzepte – Ein Seminarrückblick

Ich möchte heute einen kleinen Rückblick auf das Seminar letztes Wochenende wagen. Digitale Coachingkonzepte als 24 Std. Seminar an drei Tagen für Studierende im ersten Semester der Sozialen Arbeit. Man könnte meinen, dass das Seminar ein bisschen zu früh angesiedelt ist oder die zu vermittelnden Inhalte noch nicht in ihrer Gänze überrissen werden können. Ja, das kann sein. Mein Erleben ist allerdings ein ganz anderes.

Ich habe das Seminar über die letzten 4 Jahre permanent weiterentwickelt. Von “E-Coaching, Mobile Coaching & Blended Coaching” hin zu dem was es heute ist. Es ist ein Einblick in meinen Alltag, in meine Art sozialarbeiterisch zu arbeiten, ja irgendwie in mein Mindset. Für Erstsemester ist es glaub eh schwer meinem Redefluss  zu folgen hab ich schon oft gedacht und bin immer wieder beruhigt nach Hause gefahren und wurde eines Besseren belehrt. Es wächst eine neue, mutigere und kritischere Generation Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter heran. Geil!

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Eine erschütternde Erkenntnis durch Klausuren

Eine erschütternde Erkenntnis durch Klausuren

Nachdem ich fast den ganzen Januar am korrigieren der Klausuren war, muss ich dazu mal was los werden. Junge Frauen und Männer in unseren Sozialen Organisationen nehmen das Thema Digitalisierung, Medien und Gesellschaft ernst und beschreiben digitale Realitäten die mich wieder bestätigen. Es ist fünf nach zwölf, schrieb eine junge Studentin in der Klausur. Es ist ein alter Zopf und von zielgruppenorientiertem Marketing braucht man da noch nicht mal sprechen. Es ist teilweise hart und irgendwie auch frustrierend, dass Soziale Organisationen ihre primäre Qualifikation, die Beziehungsarbeit, in Form von digitaler Beziehungsarbeit ignorieren.

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich

Stellenanzeigen im Sozialen Bereich – “Ihr habt uns gar nicht verdient”

Seit Jahren verfolge ich die hiesigen Stellenanzeigen des Sozialen Bereichs  Sozialpädagogen scheint man immer zu brauchen, scheint es, wenn man das Jobcenter Portal besucht. Ungeachtet des scheinbaren Fachkräftemangels scheint auch ein Mangel an Kreativität in den Sozialen Einrichtungen eingezogen zu sein. Man wirbt nicht mehr um die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man erwartet dies und das und als Dank bekommt man bei Dienstfahrten das Privileg eingeräumt mit dem eignen PKW fahren zu dürfen. Auf eigene Kosten versteht sich. Nein mal im Ernst, was sind denn das für sinnentleerte Stellenanzeigen in Zeiten von Leanmanagement und Innovation Camps? Was wollen wir mit dieser Kommunikationsart der nüchternen Anzeige als Soziale Einrichtung denn kommunizieren? Ihr habt uns gar nicht verdient liebe Organisationen, so mein Fazit.

Vertraut Euren Studenten

Vertraut Euren Studenten

Es ist als Dozent nicht leicht das Zepter aus der Hand zu geben, schließlich hat man für das Zepter ja lange geschuftet. Das Zepter ist oft der Frontalunterricht, die Vorlesung oder das Seminar das man gestaltet. Da hält man das Wissen, das Zuvermittelnde in den eignen Händen und kann mit Tafelkreide oder Whiteboardmarker die Erkenntnisse den jungen Novizen erklären. Ich habe versucht die ganze Vorlesung mal neu zu denken als ich vor knapp einem Jahr frustriert vor den Klausuren saß. Neben dem Konzepts des Invertes Learnings kam auch noch eine weitere Sache dazu, das Präsentieren von Erkenntnissen oder Ergebnissen. Auch hier halten Dozenten und Professoren das Zepter in der Hand, oft jeden Falls. Was und wie zu recherchieren ist, wie zusammenzufassen gestaltet sein soll und wie schlussendlich präsentiert wird, unterliegt doch häufig den Vorgaben des Lehrenden. Was aber wenn sie freigelassen? Was aber wenn alles an Lehre umgeschmissen wird was bisher so traditionell war?

 

 

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SoziFon #180 Ein subjektiver Zwischenstand der Inverted Learning Vorlesung

Ein subjektiver Zwischenstand der Inverted Learning Vorlesung

Wir hatten Halbzeit im Turnus der Vorlesung Kultur, Ästhetik, Medien. Halbzeit des Inverted Learning Konzepts. Halbzeit um mal kurz durch zu schnaufen. Ich möchte ganz unwissenschaftlich, ganz ohne Fragebogen oder narrative Interviews einen Zwischenstand mitteilen. Was ist passiert durch das Konzept und was ist eher nicht passiert? Was war anders und was war überraschend? Es ist aus meiner Sicht wahrscheinlich anders als aus studentischer Sicht. Aber die kommt ja am Schluss, als Sahnehäubchen. Seid gespannt!

 

 

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SoziFon #174 Wieso es so schwer ist glücklich zu sein

Wieso es so schwer ist glücklich zu sein

Wenn wir uns mit Leuten treffen und gefragt werden wie es uns geht oder was so los ist bei uns reagieren wir häufig mit dem Fokus auf Negatives. Dies läuft nicht und das ist schwer, hier zwickts und da könnte es besser laufen, aber he mir gehts echt gut. So oder so ähnlich hören wir uns an und andere Menschen antworten auf diese Aussagen meist im gleichen Grundton. Es ist schwer, wir sind busy, wir haben manchmal verlernt glücklich zu sein. Woran liegt das? Wieso können wir uns so selten über das Schöne in der Welt freuen?

 

 

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SoziFon #173 Wieso Impulse immer richtig sind

Wieso Impulse immer richtig sind

Gestern war ich mit halber Kraft in der Veranstaltung, schon in der Nacht meldete sich die Grippe an. Nun stand ich da, mit halbvollem Akku und diskutierte mit den knapp 30 Leuten aus Kurs B über Syrien, Kriegsberichterstattung, Menschen die In Schwenningen im Vorraum der hiesigen Bank schlafen und über Medien, die Soziale Arbeit. Und da war es, der Impuls der angehenden Sozialarbeiterinnen “.. Das müssen wir was tun, oder…” Es ist nicht oft anzutreffen das Menschen intrinsisch diese Impulse wahrnehmen und dann auch aussprechen. Was sind denn diese Impulse und wie kann man sie hervorrufen?

 

 

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SoziFon #162 Hilfe ich bin medienaffin

Hilfe ich bin medienaffin

Zu Beginn des Studiums hat man ja immer romantische Vorstellungen wo es hingeht. Je nachdem wie und wo man studiert ist natürlich sehr wichtig. Jeden Semesterstart nehme ich Studenten wahr die eigentlich recht medienaffin sind, jedoch im Laufe der Zeit diese Fähigkeit eher im privaten ausleben. Die Kompetenz in den Arbeitsalltag, die eigene Einrichtung und das eigene Tätigkeitsfeld zu übertragen ist eine schiere Mammutaufgabe, wenn die Organisation eher auf dem Mittelaltertrip beim Thema Internet ist. Teufelszeug sag ich nur! Wo und wie können aber jungfräuliche Erstsemester gehen wenn auch die eigene Fakultät den Medienbereich als eher nicht so zukunftsträchtig ansieht und die Soziale Einrichtung bei der man arbeitet eben sowenig Motivation hat? Oje… mal wieder der Untergang des Abendlandes.

 

 

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SoziFon #154 Wieso Achtsamkeit unsere nächste Hürde ist

Wieso Achtsamkeit unsere nächste Hürde ist

Nach der Burnout Welle kommt die Achtsamkeitswelle in der Coaching Branche. Achtsamkeitstraining ist irgendwie die logische Konsequenz aus dem Raubbau der Mitarbeiter, der Angestellten und der neuen Führungskräfte. Turboabi, zackzack nen Bachelor und weil es grad dazu passt noch einen MBA hinterher. Frisch und unachtsam starten wir jeden Tag neu durch. Wir achten mittlerweile auf das Essen und kaum oder keinen Alkohol am Arbeitsplatz, aber wo achten wir auf unser Denken, unsere kleinen Dinge?

 

 

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SoziFon #153 Wieso Vorbereitung manchmal nicht reicht

Wieso Vorbereitung manchmal nicht reicht

Ich erzählte ja vorgestern das die Ersties kommen und ich nervös sei. Ja, ich war weiterhin nervös und bin mal wieder in eine Falle gelaufen. Die Falle alles mit dem Kopf machen zu wollen, dem Kopf aber kein Brennstoff zu liefern. Genau, ich rede von Frühstück. Ich hatte beim ersten Tag nicht gefrühstückt. Na das kann ja nicht so schlimm sein, stimmt, zeigt aber eine deutliche Haltung. Ich gehe auf die sonntägliche Spurensuche meiner Gewohnheiten.

 

 

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