Komm mir nicht mit deinen Ritualen

Komm mir nicht mit deinen Ritualen

So oder ähnliche Sätze höre ich als Coach immer wieder. Rituale scheinen einen eigentümlichen Nebengeschmack zu haben. Schwarzmagisches Zeug mit Masken und nackt oder so, denkt der Ein oder Andere wohl bei dem Begriff Ritual. Rituale sind der Kit einer Kultur, die Verbindung innerhalb einer Kultur. Leider ist dieser Kit am bröckeln. Rituale wurden durch Routinen ersetzt (naja hört sich ja ähnlich an) und Rituale, besonders heilende oder helfende Rituale, in den Pseudoesobereich verbannt. Morgenseiten, wie sie Christian Müller sehr ästhetisch über seinen Instagram Acocount publiziert oder Motivational Videos, als Start in den Tag. Mit Kaffee und 10 Minuten Zeit für sich lebt es sich doch besser, für Jeden!

Geistliche Auszeiterfahrungen

Geistliche Auszeiterfahrungen

Ich möchte Euch in der heutigen Episode meine Erfahrungen des Auszeitwochenendes für Männer mitteilen an dem ich teilgenommen habe. “…Letztes Wochenende war ich im Kloster…”, so schrieb ich das in den Sozialen Medien und keiner wusste was damit anzufangen. Wovon Auszeit und wo und was macht man da? Es ist in unserer heutigen, hochgetakteten Leistungsgesellschaft oftmals schwer zu erkennen as man für sich selbst braucht, was die Ebene ist in der man etwas für sich tun möchte. Wir kennen Wellness mit Sauna und Massagen, kennen Urlaube und Wanderungen oder Fahrradausfahrten. Wenige kennen Klöster und was man dort so alles machen kann. Wir kennen vielleicht einige Leute aus den Medien die ahnscheinend regelmäßig nach Indien oder Thailand fliegen um sich dort in Klöster zurück zu ziehen. Was passiert in den heiligen Hallen der Klöster denn nun und was ist diese Auszeit für Männer? Outing auf spirituellen Niveau oder vielleicht ein Initiationsritus einer Geheimgesellschaft? Ich möchte Euch heute meine Erfahrungen von der ersten Motivation bis zum Ende mit einem kleinen Fazit mitteilen. Auszeit in Oberschwaben.

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Und wenns dann doch noch nicht klappt? – Zweifeln und Grübeln

Und wenns dann doch noch nicht klappt? – Zweifeln und Grübeln

Wir verharren in manchen Situationen oft und überlegen, dann grübeln wir und wägen ab. Wir grübeln oft und gerne, wir Deutschen. Wir sind auch gerne skeptisch und haben doch auch Vorbehalte. Wenn wir dann mehr in unserem Leben möchten, mehr Freizeit, mehr Karriere, mehr Kinder, sind wir wieder in der Spirale des Grübelns verhaftet. Wie kommen wir dann aber wieder in Aktion? Wie macht man den Sprung in die Selbständigkeit, raus aus den verschiedenen Jobfallen oder rein in die Beziehung? Es ist leicht gesagt, dass man den Mut zusammennehmen solle und es einfach tun. Eine Sicht aufs Grübeln und Zweifeln.

von den Erwartungshaltungen

von den Erwartungshaltungen

Besonders jetzt vor Weihnachten wird der Erwartungsdruck auf uns immer höher. Jahresabschluss vorbereiten, letzte Rechnungen schreiben und die allerletzten Geschenke besorgen. Das ist allerdings nicht alles, es sind auch noch die richtigen Entscheidungen zu treffen, die passgenauen Geschenke zu besorgen und auch der Weihnachtsbraten muss nach den Erwartungen der 17 Gäste gemacht sein. Erwartungen, besonders die unausgesprochene Variante, fügt uns tägliches Leid zu, es unterjocht uns quasi und doch praktizieren wir diese subtile Machttechnik bei all unseren Mitmenschen, besonders bei denen die wir lieben. Was sind denn diese unausgesprochenen Erwartungen eigentlich? Wieso fügen wir abends auf dem Sofa mit ebendieser Methode unserer Partnerin einen unsichtbaren Stich zu, der schwer zuheilt. Wir inszenieren Streits und Kriege wegen eben diesen Erwartungen. Wir erwarten von einem 14 jährigen Syrer das er die Kultur hier schätzt und lernt und sogar aneignet, wir erwarten von Politikern die übergebene Macht zum Wohle Aller zu gebrauchen und was tun wir? Wir hoffen das Politiker A meine Wünsche und Nöte telepathisch aufnimmt. Frohe ErwartungsWeihnacht.

Besinnlich beginnt mit Sinn bei sich selbst

Besinnlich beginnt mit Sinn bei sich selbst

Besinnliche Weihnachtszeit wünschen wir zur Zeit immer wieder lieben Menschen in unserem Umfeld. Sie sollen sich also besinnen und es ist ein Appell? Ein Appell zur Besinnung auf irgendwas. Mich machen solchen Zustände immer halb wild. Wenn ich dann nicht weiß auf was ich mich besinnen sollte. Ich hatte auch lange keinen Sinn auf den ich mich besinnen hätte können. Sollten wir uns auf die christlichen Tugenden besinnen und Glaube, Nächstenliebe und Hoffnung unter die Lupe nehmen oder falls wir anderem Glaube zuträglicher sind, sollen wir da die Grundethik wieder in Erinnerung rufen? Es ist so leicht das Sinnsuchen auszurufen, das Sinnbeleuchten oder auch das Sinnschaffen. In einer immer komplexer werdenden Welt, in einer Gesellschaft die bunter kaum sein kann brauchen wir wieder neue Bedeutungen für die Dinge. Sinn, Besinnung, Besinnungslos, Sinnfrei, Sinnentleert, Sinnlos sind die Worte die ich leider oft höre, öfters als “besinnliche Weihnachtszeit”.

 

 

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Es ist Zeit um Hilfe zu bitten

Es ist Zeit um Hilfe zu bitten

Um Hilfe zu bitten ist eine unangenehme Sache. Wir bitten nicht gerne um Hilfe und doch müssen wir uns mit diesen Situationen immer wieder auseinandersetzen. Wenn es uns nicht gut geht, gehen wir zum Arzt und bitten um seine / Ihre medizinische Hilfe. Wenn wir eine Firma gründen wollen oder ein Haus bauen möchten, gehen viele Menschen zur Bank und bitten da um finanzielle Hilfe. Was geht aber bei der Person innerlich ab, die um Hilfe bittet? Was ist mit den vielen Hartz4 Empfängern, die immer wieder mit dem Gang zum Jobcenter um Hilfe bitten?
Wir sehen es oft als selbstverständlich an, dass unser Gegenüber selbst die Motivation besitzt um entsprechende Hilfe zu bitten. In einer Situation die oft von Scham begleitet ist, es nicht alleine geschafft zu haben, ist die Innenwelt oft auf den Kopf gestellt. Wir erwarten von Bittstellern klaren Fokus. Ist das überhaupt möglich?

 

 

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SoziFon #179 Wir haben die Muße verloren

Wir haben die Muße verloren

Wenn wir am Freitag angekommen sind beginnt für Viele der Ausgleich. Wir nennen es oft Wellness, Freizeit oder auch Urlaub. Wir verlagern unseren kreativen Teil, den Teil der nichts will und nichts muss auf ein Andermal. Wir schöpfen Kraft aus Wellnesskaffee, Wellnesssocken undWellnesswochenenden. Wir verschenken Wellnessgutscheine zu Geburtstagen und trinken Wellnesstee in der 15 Minuten Frühstückspause. Wo aber ist unsere Muße hin? Die Muße eine Tätigkeit voller Liebe zu tun? Die Muße zu faulenzen, nichts zu tun? Wir fühlen uns nicht gut wenn wir an einem sonnigen Herbsttag auf dem Sofa liegen, wir sollten ja raus! Betätigung in der Arbeit und Betätigung in der Freizeit. Wo ist Ruhe in unserem Leben? Wo ist Muße in der Arbeit anzutreffen?

 

 

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SoziFon #154 Wieso Achtsamkeit unsere nächste Hürde ist

Wieso Achtsamkeit unsere nächste Hürde ist

Nach der Burnout Welle kommt die Achtsamkeitswelle in der Coaching Branche. Achtsamkeitstraining ist irgendwie die logische Konsequenz aus dem Raubbau der Mitarbeiter, der Angestellten und der neuen Führungskräfte. Turboabi, zackzack nen Bachelor und weil es grad dazu passt noch einen MBA hinterher. Frisch und unachtsam starten wir jeden Tag neu durch. Wir achten mittlerweile auf das Essen und kaum oder keinen Alkohol am Arbeitsplatz, aber wo achten wir auf unser Denken, unsere kleinen Dinge?

 

 

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SoziFon #109 Sich regelmäßig erden

SoziFon #109 Sich regelmäßig erden

Ich gehe seit geraumer Zeit regelmäßig in unseren neuen Garten, einen Kleingarten, Parzelle oder auch Schrebergarten genannt. Ich bin wohl zum kleingeistigen Spießer mutiert könnte man annehmen. Nein, ich habe wiederentdeckt, dass das arbeiten mit Erde mich erdet. Ich kannte diesen Ansatz von der anthroposophischen Suchtteherapie und hab ihn irgendwie lange belächelt. Ich bin ein Wissensarbeiter und Sozialarbeiter aber das ist egal, ich arbeite seltenst körperlich und das ist ein Problem.

WIr erden, wir verbinden uns nicht mehr mit der Erde, schrauben uns raus und werden hochgetacktet von einer unsichtbaren Kraft. Seit dem Prjekt “Garten” ist das irgendwie anders. Ich arbeite gerne mit dem Dreck, dem Kompost oder den Sträuchern. Es erinnert mich an früher, macht mich ruhig und lässt die Hecktik vergessen. Erdet Euch!

 

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SoziFon #108 Gastbeitrag von Christian Müller zu Minimalismus ganz praktisch

SoziFon #108 Gastbeitrag von Christian Müller zu Minimalismus ganz praktisch

Was ist denn Minimalismus bzw. heißt es ohne oder gar mit nichts auskommen zu wollen? Ist Minimalismus eine Sache sich von allen Schönen Dingen zu verabschieden? Christian nimmt Bezug auf Episode #099 und reflektitert selbstkritisch in Zeiten von geilen Apple Produkten, Smartphones die alles können und Technik die langsam sexy ist.

Ist es “schönreden”, wenn wir diese geilen Dinge kaufen wollen? Christian bringt umsetzbare Tipps aus der praktischen Minimalismus Trickkiste. Einfach genial.

 

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