Geistliche Auszeiterfahrungen

Geistliche Auszeiterfahrungen

Ich möchte Euch in der heutigen Episode meine Erfahrungen des Auszeitwochenendes für Männer mitteilen an dem ich teilgenommen habe. “…Letztes Wochenende war ich im Kloster…”, so schrieb ich das in den Sozialen Medien und keiner wusste was damit anzufangen. Wovon Auszeit und wo und was macht man da? Es ist in unserer heutigen, hochgetakteten Leistungsgesellschaft oftmals schwer zu erkennen as man für sich selbst braucht, was die Ebene ist in der man etwas für sich tun möchte. Wir kennen Wellness mit Sauna und Massagen, kennen Urlaube und Wanderungen oder Fahrradausfahrten. Wenige kennen Klöster und was man dort so alles machen kann. Wir kennen vielleicht einige Leute aus den Medien die ahnscheinend regelmäßig nach Indien oder Thailand fliegen um sich dort in Klöster zurück zu ziehen. Was passiert in den heiligen Hallen der Klöster denn nun und was ist diese Auszeit für Männer? Outing auf spirituellen Niveau oder vielleicht ein Initiationsritus einer Geheimgesellschaft? Ich möchte Euch heute meine Erfahrungen von der ersten Motivation bis zum Ende mit einem kleinen Fazit mitteilen. Auszeit in Oberschwaben.

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Seelenschmerzen

Seelenschmerzen

Wir haben kranke Seelen, so mein Fazit nach drei Wochen Dunkelheit in meinem Leben. Ich habe eine kranke und doch hungernde Seele. Ich bin süchtig. Nach einem lebensbedrohenden Rückfall bin ich in mich gegangen, habe alles auf den Prüfstand gestellt. Ich hab doch schon so viel getan um abstinent leben zu können. Ich habe Ziele, Träume, Visionen in meinem Leben. Ich reflektiere mich schonungslos und lasse mir regelmäßig Feedbacks geben. Ich habe einen gesunden Freundeskreis, ernähre mich gut und treibe Sport. Ich habe Hobbies, Leidenschaften und bilde mich permanent fort. Ich arbeite in einem gesunden Umfeld und achte immer auf meine Gefühle. Nach therapeutisch-medizinischen Richtlinien ist scheinbar alles nice. Was fehlt mir dann? Was habe ich nicht bedacht? Ich habe die Rechnung ohne die Seele gemacht. Habe mir ein spirituelles Weltbild zurechtgezimmert das kein Fundament hat. Das nichts hat, ausser schöner Worte. Ich habs mir zurechtgebogen, das Ding mit der Seele. Ich hatte Seelenschmerzen und hab sie ignoriert.

Ich kapituliere

 Ich kapituliere

“Marc, du musst endlich kapitulieren” ist ein Satz der mich doch nun schon fast mein ganzes Leben begleitet. Ich bin seit 1999 in unregelmäßigen Abständen damit konfrontiert bei unterschiedlichen Anlässen kapitulieren zu müssen. Bei der Sucht, da musste ich kapitulieren, weil es sonst mein Leben gekostet hätte. In Beziehungen, weil es sonst bei der Frau oder bei mir um eine Verlängerung des Schmerzes gegangen wäre oder bei einem erneuten Rückfall. Immer wieder saß ich in Psychiatrien oder Krankenhäusern oder manchmal auch zuhause und wusste einfach nicht wie. Wie geht kapitulieren?
In der Lifestylewelt von heute, bei der Onlinekurse oder das schlichte “folgen” spezialisierter Instagram Accounts, eine Zufriedenheit ungeahnten Ausmaßes versprechen, gibt es da Kapitulieren überhaupt? Gibt es Scheitern und Loslassen von Altem? Es ist der wunde Punkt von uns allen, die Unfähigkeit die weiße Fahne zu schwenken. Ich kapituliere vor der Kapitulation.

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Es ist die letzte Sendung vor Weihnachten und ich möchte Danke sagen. Danke an all die Menschen die für und mit Menschen arbeiten. Danke an die Soziale Arbeit, danke an die Menschen im Gesundheitswesen, danke an die vielen Lehrerinnen und Lehrer, Hochschuldozenten, Professoren und Geburtshelferinnen. Danke an die Hebammen, die Ärzte, die Streetworker, Altenpflegerinnen und Heilerziehungspfler. Danke an die Pfarrer, Mönche, Zen-Buddhisten und Esotherikerinnen. Danke an die Psychotherapeuten, Erotherapeutinnen und Logoädinnen. Danke an die Ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, den Bufdis und FSJlerinnen, Danke an die Praktikanten, Studenten und Auszubildende. Danke für die vielen Stunden für eine gute Welt.

Schöne Weihnachten Euch!

Beschenke mal Dich zu Weihnachten

Beschenke mal Dich zu Weihnachten

Wir sind wieder auf Autopilot, wir alle! Es wird Dezember und daraus folgt unweigerlich die Weihnachtszeit. Die Adventszeit ist da und wir werden von lieben & freundlichen Einzelhändlern umgarnt. Wir können Socken kaufen oder auch Goldkettchen. Wir können Urlaubsreisen zu Megarabatten ebenso erstehen wie den 70 Zoll MegaHDUltra4K3D Fernseher mit abschließender Playstation für die nachweihnachtliche Langeweile im Alltag. Wir schenken uns einen ab das es fast schon an Surrealismus erinnern lässt. Aber wo sind eigentlich WIR? Gibt es uns noch in dieser Glühwein durchtränkten, andächtigen Zeit? Was schenken wir uns? Was tun wir an diesen Tagen für uns? Was denken wir für uns? Frohe Adventszeit.

 

 

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SoziFon #176 Informationsabstinenz

Informationsabstinenz

Ich hatte es ja schon gestern gesagt, Ich musste mal pausieren mit der ganzen Social Media Sache. Ich war in einem wirklichen medialen Overflow gefangen. Permanent online, immer am recherchieren, publizieren und aufsprechen. Es ist nicht einfach geworden mit der Medienkompetenz. Die permanente Flut an Informationen zehrt an einem, kaum merklich und doch irgendwie spürbar. Ich habe mich für eine mehrtägige Informationsabstinenz entschieden. Alles aus! Whatsapp, Facebook und Konsorten und dabei eine spannende Erfahrung gemacht.

 

 

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SoziFon #172 Archetypen und der männliche Sozialarbeiter

Archetypen und der männliche Sozialarbeiter

Letzte Woche hatte ich in der Vorlesung über die seltsame Bewandnis gesprochen, dass Männer Soziale Arbeit studieren. Es ist irgendwie untypisch, feminin oder auch skurril angehaucht als Mann mit lauter Frauen zu studieren. Aus diesem Anlass habe ich mir die Archetypen nochmals angeschaut. Björn Thorsten Leimbach schreibt in seinem Buch “Männlichkeit leben” sehr klar über diese Urbilder die scheinbar in uns verankert sind.

 

 

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SoziFon #161 Es ist Zeit nach Innen zu gehen

Es ist Zeit nach Innen zu gehen

Auch der letzte hat es mitbekommen, wir haben Herbst. Im Herbst bieten sich neue Möglichkeiten, wenn man weiß wie, wo und was. Welche Möglichkeiten ich meine? Im Herbst beginnt die Natur sich langsam nach Innen zu wenden. Blätter wechseln die Farben und alles wird kraftloser. Es geht nach Innen. Wir assoziieren diese Zeit oft mit Decke, Tee, guten Büchern und ein Kaminfeuer. Wir leben allerdings in keiner emotional geprägten Industriewelt, im Business gibt es keinen Herbst, kein innen. Wir haben so langsam und stetig vergessen auf die Natur zu hören, sie wahrzunehmen. Wir quälen uns aus den Betten in der Nacht und kommen heim in der Nacht. Ob das irgendwie Auswirkungen auf uns hat? Diese beiden Zeitmodelle, das eine natürlich, das andere künstlich. Mal sehen was besser zu uns passt.

 

 

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SoziFon #160 Gedanken und Gefühle die mich manchmal zerreißen

Gedanken und Gefühle die mich manchmal zerreißen

Wenn ich so in die Welt sehe und wahrnehme was ich soll, wo es hingehen muss, wie Geld verdienen aussehen kann, wo man Leben könnte und wo nicht, da wird es irgendwie kribbelig. Wenn ich dann dazu anschaue wie ich mich manchmal fühle, ob ich mich fühle und wie meine Mitmenschen wohl fühlen, sehe ich irgendwie einen Mangel an Orientierung? An wem oder was sollen wir uns denn halten? Wer ist ein Idol und wer eher nicht? Wir sind Ziel- und orientierungslos geworden.

 

 

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SoziFon #156 Achtsamkeit ist doch voll Strumpfhose

Achtsamkeit ist doch voll Strumpfhose

Achtsamkeit mit Strumpfhosen zu vergleichen kam mir bis vor kurzem nicht in den Sinn. Nach ein bisschen innerer Einkehr musste ich jedoch feststellen, dass mein Bild des Awareness- und Wellness Sektors sehr in Richtung Leinenhose, graumelierter Haarzopf und Himalayasalzwasser zur energetischen Tiefenreinigung geht. Nun sind wir aber nach wie vor eine der gestresstesten Gesellschaften der “modernen” Welt. Kürzere Mittagspausen, längere Arbeitsmeetings und 24/7 Erreichbarkeit auf dem neuen iPhone 7 muss schon sein. Der schleichende Burnout will ja gut vorbereitet sein. Eine Zwickmühle für alle Strumpfhosengegner.

 

 

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