Wieso wir uns Ehrlichkeit nicht leisten können

Wieso wir uns Ehrlichkeit nicht leisten können

Wir schmücken uns sehr gerne mit unserer übertroffenen Ehrlichkeit. Wir fordern Selbige von unseren Gegenüber immer wieder ein und setzen sie schlussendlich überall und jederzeit bei allem voraus (ausser bei schlechten Nachrichten). Was aber Ehrlichkeit ist, was es ganz individuell bedeutet, das weiß interessanterweise kaum jemand. Wo fängt denn die Ehrlichkeit an und wie fühlt sich das dann an? Was passiert aus einer Unehrlichkeit heraus? Basiert etwas auf Unehrlichkeit, kann es überhaupt Bestand haben? Was bedeutet es gerade zu sein, gerade zu leben? Innerlich gerade sein ist leider eine Seltenheit.

Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Es ist zum heulen in meinem Job…Ich werde einfach nicht gesehen…ich mache nur Tätigkeiten wie ein Roboter..

Solche Aussagen hören wir in den letzten Jahren immer häufiger. Ich höre sie irgendwie fast wöchentlich bis täglich. Wenn man nicht über die Arbeit jammern kann, kann man sich ja über sonst nichts aufregen, so mag man meinen. Was ist dieser Sinn in Arbeit den Alle suchen? Die Sozialarbeitenden sind da fein raus, meinen viele. Die haben ja Sinn durch das Helfen. Was ist das für eine diffuse Sache mit dem Sinn und was kann ich als Einzelner tun? Was kann die Firma tun? Sinn gibts ja nicht gerade im Katalog.

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und dann war da noch die Sache mit dem Namen

und dann war da noch die Sache mit dem Namen

Es sind verwirrende Zeiten. Ich heiße jetzt anders. Immer noch Marc, jedoch Hasselbach im Nachnamen. Ich habe geheiratet. Trotz eigener vieler Bedenken, ob so ein Typ wie ich heiratsfähig ist, haben wir es geschafft zu heiraten. Ich habe, wie 8% der deutschen Männer den Nachnamen meinr Frau angenommen. Wieso? Nun so tiefschürfende Beweggründe waren nicht dabei. “40 Jahre Kummer reicht…” oder “Ich hab den Kummer besiegt…” waren immer wieder  Sprüche die ich so los lies. EIne kurze Update Sendung.

p.s. Ich heiße jetzt Hasselbach, Marc F. Hasselbach.

Danke für 20.000

Danke für 20.000

Liebe Hörer, Kollegen und Freunde,
ich möchte mich für die geknackte Marke von 20.000 Downloads von SoziFon bei Euch allen herzlich bedanken. Geknackt, naja, es war ja nie ein Ziel. Statistiken sind wie Fahnen im Wind, jedoch war für mich die Zahl 20.000, als ich neulich zum ersten mal die Webstatistik von SoziFon genauer betrachtete, ein sehr bewegender Moment. Das ist schon ne Hausnummer. Man kann natürlich die erhobenen Daten anzweifeln oder beliebige Dinge rausrechnen. Das ist klar und mir geht es weniger um eine Zahl sondern, dass ich Euch in einem so hohen Maße mit den Themen anspreche. Mir ist klar, dass das Format SoziFon sehr gewöhnungsbedürftig ist, irgendwie wie ich selbst vermute ich mal. Es ist halt mein Kanal und das ist auch ganz gut so. SoziFon darf sich verändern und wachsen, so wie alles wächst und gedeiht und vielleicht geschieht im Laufe dieses Prozesses Neues.
Über 220 Episoden in knapp einem Jahr, Interviews, die “täglich SoziFon” Challange, Gemeinschaftsepisode zum Jahresausklang, Audiokommentare und viele viele Themen die anprangerten, Mut machen sollten, inspirierten oder auch einfach nur Spaß machten. 222 Episoden aus meinem Leben als Sozialarbeiter, Coach & Unternehmer. Als Dozent, Begleiter, Trainer oder einfach nur als Privatmann.

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Sorge tragen für sich selbst

Sorge tragen für sich selbst

Morgens kommen mir immer spannende Impulse. So bei Kaffe, E-Zigarette mit Erdeer-Sahne Geschmack und dem Sonnenaufgang regt sich jeden Tag etwas in mir. Ich lese täglich ein Kapitel, ein Abschnitt in einem Buch das zum Tagesgefühl passt und sinniere dann so vor mich hin. Heute ist ja Ostern und an solchen Hochfesten der Kirche stimme ich mich immer etwas tiefer ein. So auch heute. Ich stelle fest, dass wir uns nicht mehr wirklich um uns selbst sorgen. Also sorgen in Bezug auf “etwas gutes tun”. Wir ziehen uns morgens schnell einen Kaffee mit Kippe rein und hetzen zur Arbeit, vielleicht noch ein Laugenbrötchen im Auto oder Bahn und gut ist. Nein! Nichts ist gut. Wir betreiben irgendwie Missbrauch an uns selbst. Ausgelöst durch meine jüngsten Erfahrungen im Krankenhaus wollte ich diese Episode heute aufnehmen. Gerade weil Ostern ist und wir ahnscheindend alle erlöst seien. Erlöst kommt mir der Morgen in der Öffentlichkeit aber eher nicht vor.

Seelenschmerzen

Seelenschmerzen

Wir haben kranke Seelen, so mein Fazit nach drei Wochen Dunkelheit in meinem Leben. Ich habe eine kranke und doch hungernde Seele. Ich bin süchtig. Nach einem lebensbedrohenden Rückfall bin ich in mich gegangen, habe alles auf den Prüfstand gestellt. Ich hab doch schon so viel getan um abstinent leben zu können. Ich habe Ziele, Träume, Visionen in meinem Leben. Ich reflektiere mich schonungslos und lasse mir regelmäßig Feedbacks geben. Ich habe einen gesunden Freundeskreis, ernähre mich gut und treibe Sport. Ich habe Hobbies, Leidenschaften und bilde mich permanent fort. Ich arbeite in einem gesunden Umfeld und achte immer auf meine Gefühle. Nach therapeutisch-medizinischen Richtlinien ist scheinbar alles nice. Was fehlt mir dann? Was habe ich nicht bedacht? Ich habe die Rechnung ohne die Seele gemacht. Habe mir ein spirituelles Weltbild zurechtgezimmert das kein Fundament hat. Das nichts hat, ausser schöner Worte. Ich habs mir zurechtgebogen, das Ding mit der Seele. Ich hatte Seelenschmerzen und hab sie ignoriert.

Verstrickungen – Das Anti-Mindset der Alten

Verstrickungen – Das Anti-Mindset der Alten

Regelmäßig und mit zunehmender Häufigkeit erlebe ich bei mir und auch bei Gesprächen mit Kunden, wie tiefgreifend Verstrickungen in unserer Biographie verankert sind. Wir verstricken uns in Beziehungen, moralische und emotionale Abhängigkeiten oder auch in Glaubenssätze und Denkmuster die gar nicht von uns kommen. Nein nein, nicht von oben oder einer höheren Macht, nein das alles sind Übertragungen und Entscheidungen die auf uns einwirken. Wenn wir diese Verstrickungen aufdecken, Licht auf sie werfen und lernen neu zu betrachten, steht uns kaum noch was als Hindernis im Weg. Heute gehts um Aufstellungen  eine kurze Geschichte in mein Inneres und eine spektakuläre Wendung.

Mein Jahresrückblick

Mein Jahresrückblick

Nach dem Sozialpodcasterrückblick hatte ich die Idee doch noch eine ausführlichere Version des 2016 Rückblicks aufzusprechen. Es war ein turbulentes Jahr. Ein Jahr von stetigem Wachstum und permanenten Hürden. Es war ein Jahr von neuen Erfahrungen und neuen Sichtweisen. Es war ein Jahr voller finanzieller Schwierigkeiten, gesundheitlicher Wendepunkte und fröhlicher Grillabende. Es war ein Jahr voller Coachings, als Coach und als Klient gleichzeitig. Spannend und fruchtbar.

Danke an Alle Menschen die mich begleitet haben, die an mich gedacht und mir vertraut haben.

Danke

Sozialpodcaster Jahresrückblick 2016

Sozialpodcaster Jahresrückblick 2016

Es war neulich eine spontane Aktion, ich stöberte durch meine Webstatistiken und stieß auf eine Erwähnung von SoziFon auf Matthias Palm von sozial.audio. Ich bedankte mich standesgemäß via Facebook Messenger ohne Freundschaftsanfrage. Wir chatteten ne Weile und kamen im Laufe des Gesprächs auf Benedik Geyer und Christian Müller. Kurzerhand überlegten wir ob die vier Sozialpodcaster Deutschlands nichtmal einen gemeinsamen Jahresrückblick wagen möchten. So mit einleitenden Worten eines von uns bestimmten Sprechers (wir waren einstimmig für Christian).

Es ist der erste Rückblick aus der jungfräulich-sozialpädagogischen deutschen Podcasterszene. Wir sind alle Sozialpädagogen, arbeiten in unterschiedlichsten Konstellationen in unterschiedlichen Bundesländern. Und so ist auch dieser Rückblick entstanden, an vier Standorten, ohne Skype 🙂 , mit viel Spaß und in erstklassiger Audioqualität.

Digitale Soziale Arbeit zum Jahresende

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von den Erwartungshaltungen

von den Erwartungshaltungen

Besonders jetzt vor Weihnachten wird der Erwartungsdruck auf uns immer höher. Jahresabschluss vorbereiten, letzte Rechnungen schreiben und die allerletzten Geschenke besorgen. Das ist allerdings nicht alles, es sind auch noch die richtigen Entscheidungen zu treffen, die passgenauen Geschenke zu besorgen und auch der Weihnachtsbraten muss nach den Erwartungen der 17 Gäste gemacht sein. Erwartungen, besonders die unausgesprochene Variante, fügt uns tägliches Leid zu, es unterjocht uns quasi und doch praktizieren wir diese subtile Machttechnik bei all unseren Mitmenschen, besonders bei denen die wir lieben. Was sind denn diese unausgesprochenen Erwartungen eigentlich? Wieso fügen wir abends auf dem Sofa mit ebendieser Methode unserer Partnerin einen unsichtbaren Stich zu, der schwer zuheilt. Wir inszenieren Streits und Kriege wegen eben diesen Erwartungen. Wir erwarten von einem 14 jährigen Syrer das er die Kultur hier schätzt und lernt und sogar aneignet, wir erwarten von Politikern die übergebene Macht zum Wohle Aller zu gebrauchen und was tun wir? Wir hoffen das Politiker A meine Wünsche und Nöte telepathisch aufnimmt. Frohe ErwartungsWeihnacht.