Drogenprävention in der 8. Klasse – Ein Mitschnitt

Drogenprävention in der 8. Klasse – Ein Mitschnitt

Neulich wurde ich von dem Bildungszentrum in Bodnegg zum Drogenpräventionstag eingeladen. Meine Biographie sollte ich in zwei Durchläufen, á drei Schulstunden, mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 diskutieren. “Hände weg von Drogen” sollte wohl die Botschaft lauten. Was erwarten Schüler von einem Ex-Suchkranken, eines Ex-Junkies oder auch eines Abhängikeitskranken (man wieviele Begriffe man sich da einfallen lassen könnte)? Was erwarten die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung oder gar die Eltern von mir? Früher habe ich solche Veranstaltungen regeläßig gemacht, da war es irgendwie anders. Da habe ich mir über Erwartungen auch keinen Kopf gemacht. Aber was soll meine Botschaft sein, was möchte ich an dem Tag mit den knapp 50 Schülern machen, was soll am Ende sein? Ich habe mich für einen recht geläufigen Weg entschieden, indem ich erst kurz was zu mir erzählte (so 20 Minuten) und die Restzeit Raum für Fragen und Diskussion bot. 3×45 Minuten ohne Pause ist ja auch recht lange für alle Beteiligten.

Daher kommen die Fragen der Schüler in der nächsten Episode mit ausreichend Zeit und Erklärung.

 

Shownotes

Urmel Kinder-Krebs-Stiftung (Facebook Seite)

Interview Teil 1 bei TomsTalkTime

Interview Teil 2 bei TomsTalkTime

Sie sind bei mir falsch

Sie sind bei mir falsch

Immer wieder begegnet mir der Satz, man sei falsch bei dem oder jenem. Es ist ein Satz der mehr Bedeutung und Tiefe hat als man im ersten Moment glauben mag. Mir begegnet dieser Satz schon lange, neuerdings jedoch gehäuft. Ob es nun die möglichen Klienten bei Entwicklungsbüro sind oder potentielle Auftraggeber für Media Sozial, ja es ist sogar so, dass selbst im Freizeitbereich die Leute oft bei mir falsch sind. Sie wollen Capoeira lernen, wollen Saltos lernen oder gekonnte Luftsprünge mit Kick. So viele sind einfach falsch bei mir. Macht mich das einsam? Wer kommt denn nun zu mir und wer ist wohl richtig? Diese Aussage, sie sind bei mir falsch, kam von meiner Lieblingsmetzgersfrau zu einer verwirrten Kundin. Wir sind so oft aus den richtigen Gründen bei der falschen Hilfe, manchmal auch aus den falschen Gründen bei der richtigen Hilfe. DIe Passgenauigkeit ist fast immer ausschlaggebend.

Ich mach jetzt auch in nicht-sozial

Ich mach jetzt auch in nicht-sozial

Es ist ja immer so ein Ding mit dem Sozialen Sektor. Nicht nur dass die Eigenheiten des Sozialmarktes sehr speziell sind, auch die Menschen die in diesem Bereich arbeiten sind meist anders gestrickt. Soziale Einrichtungen sind aber denoch nicht in einer Blase und von der real existierenden Aussenwelt abgeschirmt. Nein auch in den Chefetagen der caritativen Organisationen wird heftigst über Digitalisierung und Social Media diskutuiert. Es gibt verschiedene Protagonisten die öffentlichkeitswirksam wahnsinnig geile Projekte starten und ebenso spitzen Social Media Arbeit leisten. Aber leider sind das die Ausnahmen. Die Regel ist eher ein “vorsichhinwursteln” und hoffen das der Hype des Internets langsam verschwindet. Ich verstehe das, man hat ganz andere Sorgen als freudig vor sich hin zu podcasten und zu schimpfen oder über agiles Irgendwas zu bloggen. Die meisten Sozis sind doch irgendwie an der Front. Da ist nix mit kreativ und mobile working. Ich habe das Gefühl, sehr viel von den Eigenheiten der Nichtdigitalisierung im Sozialen ist schiere Bequemlichkeit.

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Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit

Es ist zum heulen in meinem Job…Ich werde einfach nicht gesehen…ich mache nur Tätigkeiten wie ein Roboter..

Solche Aussagen hören wir in den letzten Jahren immer häufiger. Ich höre sie irgendwie fast wöchentlich bis täglich. Wenn man nicht über die Arbeit jammern kann, kann man sich ja über sonst nichts aufregen, so mag man meinen. Was ist dieser Sinn in Arbeit den Alle suchen? Die Sozialarbeitenden sind da fein raus, meinen viele. Die haben ja Sinn durch das Helfen. Was ist das für eine diffuse Sache mit dem Sinn und was kann ich als Einzelner tun? Was kann die Firma tun? Sinn gibts ja nicht gerade im Katalog.

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Suchtprävention in Deutschland – Was nichts kostet ist nichts wert

Suchtprävention in Deutschland – Was nichts kostet ist nichts wert

Sucht- / Drogenprävention schreiben sich so einige Organisationen der Sozial- und Gesundheitsbranche immer wieder auf ihre Fahnen. Sei es die Polizei, Krankenkassen, Drogenberatungsstellen oder auch neuerdings Banken. Man will ja Gutes tun. Corporate social responsibility nennt man das ganz im anglizistischem Neudeutsch. Ausgetragen werden diese Präventionsmaßnahmen hauptsächlich in Schulen, Jugendzentren oder Vereinen. Also da wo man meist Jugendliche oder Kinder antrifft. Dann kommt der gute Polizeibeamte mit seiner Powerpoint und erzählt aus Sicht der Polizei, was die Jugendlichen besser nicht tun sollten: Drogen nehmen. Oder es kommt die Psychologin der hiesigen Suchtberatungsstelle und macht ganz in sozialarbeiterischer Manier mit tollen Kärtchen, Smilies und Stuhlkreis ein emotionales Fass auf. Meist geht es da auch recht verbotsmäßig zu. Und dann gibts da noch die wenig beachtete Gruppe der Ex-User. Die werden gerne gesehen, weil, die haben es ja wirklich erlebt. Finanziert werden die ersten beiden Protagonisten (Polizei, etc.) von den jeweiligen Arbeitgebern. Der Ex-User hat da eher das Nachsehen und darf sich nach 6 stündigem Seelenstrip vor 500 Pubertierenden mit einem feuchen Händedruck und einem Kaffee zufrieden geben. Wir reden hier von, sagen wir mal grob 150-200 € für einen Vormittag und Ex-User. An- und Abreise müssen natürlich selbst getragen werden.

Irgendwie ein nicht tragbarer Zustand.

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Ich komm nicht mehr mit, mit der Digitalisierung

Ich komm nicht mehr mit, mit der Digitalisierung

Gerade stand ich beim Bäcker um mir meine Brezel zu holen, da tippt mich eine ältere Dame an und meint, ich kenne mich doch mit den Medien aus und so. Ja, ich kenne mich aus, meinte ich, ein wenig. Ihre Tochter hat ihr aufgeschrieben, sie müsse sich in Sachen Digitalisierung fit machen. Die gute Dame war lässige 70 und ich meinte, sie solle sich mal keine großen Gedanken machen. Aber was ist mit uns Jungen? Was ist mit unseren Eltern? Wo fängt Medienkompetenz, Medienbildung denn an und wo ist Digitale Informationskompetenz angesagt? Fragen und Unsicherheiten machen sich verständlicherweise breit. Soll ein 4 jähriger Junge ein iPhone 7 haben weil es so schon blinkt auf dem Retina Display und braucht Opa Hubert ein neues Tablet mit UMTS? Was brauchen wir? Ich schwenke mal um und offenbare meine Ohnmacht und wie ich mit der ganzen technischen Entwicklung umgehe.

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Die Soziale Arbeit verändert sich

Die Soziale Arbeit verändert sich

Die nun dritte Episode zum Thema Soziale Arbeit & Digitale Veränderung bringt einen weiteren Audiokommentar. Christian Müller, hat sich ebenfalls zu der Episode “Die Soziale Arbeit stirbt” Gedanken gemacht und mit spontan alles in Audioform zugesandt. Spitze, so muss das sein! Ja worum geht es heute? Ziehe ich wieder über die Soziale Arbeit her? Bin ich wieder der stechende Schmerz wenn es um dieses leidige Thema geht? Kommen noch mehr Untergansszenarien? Nein, heute möchte ich gerne den Kreis schließen und eher Lobeshymnen singen. Naja fast. Am Montagmorgen kann man es ja auch langsam angehen lassen.

Soziale Arbeit stirbt – Ein Audiokommentar von Hendrik Epe

Soziale Arbeit stirbt – Ein Audiokommentar von Hendrik Epe

Nachdem die gestrige Episode ab ging wie ne Rakete, geht’s heute mit einem spitzen Audiokommentar von Hendrik Epe weiter. Die Soziale Arbeit stirbt, so der reißerische Titel der gestrigen Episode, war im Kontext der gerade stattfindenden Digitalisierungsdebatte entstanden. Kann sich die Soziale Arbeit zurück lehnen und glauben sie sei von der technischen Entwicklung verschont? Was Hendrik dazu sagt… seid gespannt.

 

Shownotes

Digitalkomptetenzen

Buch von Frithjof Bergmann (kein Affiliate Link!)

Die Soziale Arbeit stirbt

Die Soziale Arbeit stirbt

Es ist eine gewagte These so knapp nach Ostern, dem Fest der Auferstehung. Und doch bin ich überzeugt, dass die Soziale Arbeit in ihrer gegenwärtigen Form keine 10 Jahre mehr Bestand hat. Wir erleben es täglich wie sich die Welt wandelt. Vor kurzem saßen wir noch in einem befreundeten Nachbarland und genossen unseren frischen Ayran und schwupsdiewups sitzt da ein Diktator und schockt die halbe Welt. Vor kurzem wurde man noch vom freundlichen Chefarzt am Blinddarm operiert und kaum dreht man sich um, sitzt der Arzt in Sydney am PC und operiert mich via Virtual Reality / Augmentetd reality. Nur die Sozialarbeit scheint davor gewappnet. Immer geht es in Diskussionen darum das wir ja quasi unersetzbar seien. Wir leisten Beziehungsarbeit, trösten, helfen und motivieren. Schon klar. Nur über was regen wir uns denn immer auf? Die Dokumentiererei, die Bürokratisierung, den scheiß Verwaltungskäse. Das liebe Leute ist bald zu Ende. Ich freu mich drauf.

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Heute ist Safer Internet Day

Heute ist Safer Internet Day

In vielen Schulen in vielen Ländern der EU wird heute der alljährliche Safer Internet Day thematisiert. Unzählige Workshops die sich mit einem Thema auseinandersetzen: Cybermobbing. Ein Thema das eine wachsenen Brisanz aufweist und nicht verschwiegen werden darf. Cybermobbing, also Mobbing mit Hilfe digitaler Medien, ist kein neues Phänomen. Ob USA oder UK, niemand weiss woher und wie es kam und nach Deutschland schwappte. Es ist auch egal wie und woher, wichtig ist heutzutage die Frage, wie man Kinder und Jugendliche kompetent befähigt mit diesem Thema umzugehen. Viele Lehrer sind noch im Hirten- und Beschützermodus und zeigen dies in WLAN Verboten und Smartphone-Bann auf dem Schulgelände… aus den Augen aus dem Sinn der Verantwortung. Aber heute nicht, heute ist ja Safer Internet Day für die Schafe, die Herde… Wann gibts sowas für Alle oder all jene die es bräuchten und keine Ahnung advon haben dass sie es brauchen?

 

Shownotes

Cybermobbing (Klicksafe)

Safer Internet Day (Wikipedia)

Cybermobbing Info (Poizei Beratung)

Drogenbeauftragte des Bundes

BZgA Studien ( Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

klicksafe.de

nummergegenkummer.de

jugendschutz.net

internet-beschwerdestelle.de