Drei kleine Geschichten über Mut

Drei kleine Geschichten über Mut

Neulich war in einer der Sozialarbeits Facebook Gruppen eine spannende Diskussion über die Bedarfe von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Was braucht Ihr war die zentrale Frage. Eigentlich eine coole Idee, diese Frage in den Pool an scheinbar unzufriedenen Dauernörglern zu geben. Was braucht ein Sozialarbeiter? Mehr Geld war natürlich der Grundtenor, Dienstwagen, Persönliche Einflussnahme etc. Es war eine bunte Sammlung an Ideen. In einer Seitendiskussion forderte ich mehr Mut zur Selbständigkeit im Sozialen Bereich. Schnell kam aber auch auf, dass einigen der Mut fehle sich selbständig zu machen. Nicht fehlende Ideen oder Konzepte, nein Mut fehlt den Menschen. Ich denke auch, die anderen Beteiligten mit ihren monetären Interessen fehlt schlussendlich der Mut etwas zu verändern. Wir sind gefangen in unbefristeten Verträgen und einem nie enden wollenden Strom an Klienten. So ist die Soziale Arbeit, es wird nie weniger. Die Routinen nehmen uns den Mut. Die Denkweise macht uns krank. Nicht nur unsere Seele, auch somatisch, auch unseren Körper. Mut kann man lernen, mutig sein kann erlernt werden. Seid mutig, mutig zu sein!

Deine Motivation reicht nicht für den Erfolg

Deine Motivation reicht nicht für den Erfolg

“Motiviert zu sein, ambitioniert zu sein, erfolgreich sein zu wollen… reicht nicht aus.” Das ist ein Satz den wir nicht hören möchten. Wir wollen doch “genug sein”. Motivation ist doch nur ein hypothetisches Konstrukt, um die Antriebskraft eines Individuums zu beschreiben. Motivation ist das Ergebnis von individuellen Bedürfnissen (Motiven) einer Person und den Anreizen der Umwelt bzw. der Situation. Was braucht es denn noch? Wir motivieren unsere Kinder, Mitarbeiter, Chefs, Politiker oder neuerdings auch die Menschen die neu in unser Land kommen. Wir motivieren bis der Arzt kommt. Und es soll nicht reichen? Nicht genug sein, um hier in diesem reichen und fortschrittlichen Land sich “erfolgreich” schimpfen zu dürfen?

Genau, das ist nicht genug. Nichts wert. Motivation ist nur die halbe Miete.

SoziFon #175 Der Trump in uns

Der Trump in uns

Die USA hat ein neues Oberhaupt, ein neuer König ist gestern auf die Bühne der Weltpolitik gestiegen. Wir möchten diese neue Welt nicht wahrhaben, es scheint zu surreal was da gestern um 8:30 geschehen ist. Donald J. Trump soll die USA in neue Zeiten der Stärke führen. Und wir regen uns auf, sind bestürzt über die Bewegung der Abgehängten weltweit. Reicht es nicht das hierzulande die Afd mit einem Paukenschlag die behäbige Politikerwelt verunsichert? Wir wollen es nicht glauben und sind wütend über soviel Dummheit oder fehlendem Bewusstsein. Was aber ist es wirklich was wir an Trump so verabscheuen? Wenn wir mal die Fakten auf den Tisch legen, was wir persönlich da für ein Bild haben, in uns. Was ist das für ein Bild, was ist der Trump in uns? Wir alle schimpfen auf einen Clown, den Feind, die Lachnummer aber wieso? Wieso machen uns diese Menschen solche Angst? Was ist das für eine komische komplexe Welt in der wir an jeder Straßenecke einen Trump finden können und doch nur der eine ist der Antichrist?

 

 

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SoziFon #144 Wieso Walnussbäume für Sozialarbeiter und Coaches so wichtig sind

Wieso Walnussbäume für Sozialarbeiter und Coaches so wichtig sind

Die alten Griechen wussten schon über die Kräfte des Walnussbaums bescheid und hatten für mich komische Ansichten. Heute morgen bin ich Ela begegnet und sie erzählte mir auch wieder was über die kreative und erneuerbare Kraft des Walnussbaums. Wieso dieses Thema hier? Nun, ich sitze fast jeden Morgen in unserem Schrebergarten unter unserem Walnussbaum und starte so in den Tag. Manchmal podcaste ich dort, manchmal schreibe ich und so gut wie immer schau ich einfach nur auf die angrenzenden Felder mit Getreide und Apfelbäumen. Es erdet dort, macht mich frisch.

 

 

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SoziFon #137 Der Reichtum der Tiefe

Der Reichtum der Tiefe

Wir sind so verhaftet in unseren Glaubenssätzen, dass wir es selten überhaupt merken wie wir langsam auf den eigenen Kollaps zu fahren. Wir sind getrieben von mehr Erfolg, mehr Geld, mehr Lifestyle, mehr Annehmlichkeiten und mehr Sicherheit. Es ist ein neuer Gott der uns treibt und zieht. Es ist wie die Möhre und der Esel, nur das wir der Esel sind. Wir wollen mehr und mehr und fragen uns nicht wirklich wie man aus der Schlinge der Karrierefalle entkommen kann. Es sind oft die Verpflichtungen, die Rechnungen oder sonstige Umstände die uns verharren lassen. Es scheint keinen Ausweg zu geben außer Auswanderer zu mimen und sich von RTL2 dabei filmen zu lassen. Wo geht es hin wenn nicht hoch?

 

 

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SoziFon #113 Wie Du mit toxischen Menschen umgehst

Wie Du mit toxischen Menschen umgehst

Kennt Ihr das auch, sich mit Menschen treffen die einem irgendwie die Energie ziehen? Es sind irgendwie Energieräuber, also ich fühle mich jedenfalls meistens total ausgelaugt nach scheinbar tollen Unterhaltungen. Woran liegt das und wie kommen wir da raus? Ich gehe auf Spurensuche dieser toxischen Menschen, der Zweifler und Neider unserer Nation. Wer sind diese Menschen und wie lassen sie sich identifizieren? Es ist Dein Nachbar, der Chef, die Freundin oder die Frau die im Bus neben dir sitzt und dich voll labert. Es sind die Menschen mit Mittelmaß bei sich und Maximalansprüchen an das Umfeld, es sind die Kleingeistigen die gleichzeitig große Innovationen fordern.

 

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SoziFon #112 Psychohygiene im Sozialen Bereich

Psychohygiene im Sozialen Bereich

Wie gehen wir als Fachkräfte des Sozialen Bereichs mit psychischen Belastungen um? Psychische Belastungen im Arbeitsalltag nehmen zu, so die Wahrnehmung in jeglichem Arbeitsbereich. Wie aber gehen wir damit um, wie grenze ich mich ab? Vor was sollen wir uns denn überhaupt abgrenzen? Was laugt uns denn aus? Wir lesen von Energieräubern, Spiegelneuronen etc. pp die dafür verantwortlich sein sollen. Vielleicht sind es auch freie Radikale, die kann man ja für alles hernehmen.
Wie können wir aber mit den Geschichten die wir alle tagtäglich wahrnehmen umgehen? Mit Geschichten meine ich die ganzen sozialen Kontakte die wie ein Dauerfeuer auf uns einwirken. Im Netz oder offline, wir hören Storys von der Bäckerverkäuferin wieso dies oder das nicht geht, wir hören die Geschichte der alten Dame an der Ampel, wir nehmen die Storys im Internet, TV und Radio in uns auf. Diese Geschichten wirken in uns. Punkt. Diese Geschichten verarbeiten wir in Millisekunden, in Träumen im Alltag und in der Nacht. Unbewusst. Wir können aber auch anfangen die ganze Sache bewusst zu nutzen. Wir können uns einer Technik bedienen die man ohne Fortbildung machen kann. Wir können “Morgenseiten” in unser Leben bringen. Nix esoterisches, nichts Wundersames. Du kennst das nicht? Hör rein.

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SoziFon #099 Simplify dich doch selbst

Simplify dich doch selbst

Je komplexer unser Leben wird, je mehr verspüren wir das Bedürfnis nach Einfachheit, nach Minimalismus. Wir haben minimalistische Wohnungseinrichtungen aus Stahl und Stein, Farbpaletten reichen von weis bis schwarz, alles wird auf einmal schlicht im Kreise des Komplexen. Wir wissen das es Messis gibt, Menschen die sammeln und horten bis zur Krankhaftigkeit, wir wissen das es Menschen gibt die immer agil und dynamisch durchs Leben gehen. Wo aber fangen wir an mit dem Vereinfachen? Bei den Klamotten (wie fast jeder Ratgeber schildert), bei der Wohnung, beim Job… wo wo wo anfangen? Es ist ein Berg gewordendiese scheiß Komplexität.

Ich fange meist bei mir an, bei meinen Dingen, bei meinen Gedanken. Gedanken? Wie schaffe ich mir erstmal Raum und Stille? Wie kann ich diese einzelnen Schritte des Berges gehen? Ich begebe mich mal wieder auf eine minimalistische Spurensuche. Continue reading “SoziFon #099 Simplify dich doch selbst”

SoziFon #097 Lebenskarten

Lebenskarten

Ich möchte die heutige Episode nutzen um Euch ein sehr spannendes Werkzeug meines Arbeitsalltags vorzustellen. Die Lebenskarten von Barbara Völkner. Diese in Visitenkartenformat toll gestalteten Karten nutze ich für meine täglichen Impulse. Manchmal, da kommen Klienten von selbst drauf wenn die Karten in der Papschachtel auf dem Tisch liegen. Einzelne Sätze und ein kleines Bildchen treffen oftmals den Nagel auf den Kopf. Es sind Sätze die ich von meiner eigenen Terapie nur zu gut kenne, sie leiben und hassen gelernt habe. Aber immer sind sie ein neutraler Impuls für meine Arbeit. Klientenprozesse können durch die Karten neue Einflüsse bekommen, sie können als Gesprächsgrundlage dienen oder als Element in den systemischen Aufstellungen. Sie dienen als Inspiration oder als schicke Deko (wenn ich mal neue Blumen hab). Die Karten sind cool. Das Projekt ist cool und daher mag ich sie. Sie sind ein herzensprojekt, so nehme ich sie jedenfalls wahr. Continue reading “SoziFon #097 Lebenskarten”

SoziFon #089 Blogparade #webseidank

Blogparade #webseidank

Annette Schwindt hat vie Blog zur Blogparade aufgerufen. Bisher hatte ich mich immer geweigert bei Blogparaden mitzumachen, wieso auch immer. Meist hat mich wohl das Thema nicht interessiert, oder ich war prinzipiell dagegen 😉

Nunja das Thema dieser Blogparade ist “Was mir das Web Gutes gebracht hat #webseidank”. Und genaud as möchte ich in dieser Episode mitteilen. Ich habe meinen ersten PC, einen 8088, noch nicht fürs Internet genutzt, später als AOL und Compuserve groß wurden war das Internet für mich da und erreichbar. Internetradios, Mediendokumentationen, Podcast, Vorträge, Webinare, etc. kamen dazu. Aber vorallem bescherete mir das Internet Freundschaften die bis heute bestehen. Ebenso brachte es mir eine berufliche Richtung, Kompetenzen, Neugier und viel Spaß. Hört einfach rein.

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