Wieso wir uns Ehrlichkeit nicht leisten können

Wieso wir uns Ehrlichkeit nicht leisten können

Wir schmücken uns sehr gerne mit unserer übertroffenen Ehrlichkeit. Wir fordern Selbige von unseren Gegenüber immer wieder ein und setzen sie schlussendlich überall und jederzeit bei allem voraus (ausser bei schlechten Nachrichten). Was aber Ehrlichkeit ist, was es ganz individuell bedeutet, das weiß interessanterweise kaum jemand. Wo fängt denn die Ehrlichkeit an und wie fühlt sich das dann an? Was passiert aus einer Unehrlichkeit heraus? Basiert etwas auf Unehrlichkeit, kann es überhaupt Bestand haben? Was bedeutet es gerade zu sein, gerade zu leben? Innerlich gerade sein ist leider eine Seltenheit.

Sie sind bei mir falsch

Sie sind bei mir falsch

Immer wieder begegnet mir der Satz, man sei falsch bei dem oder jenem. Es ist ein Satz der mehr Bedeutung und Tiefe hat als man im ersten Moment glauben mag. Mir begegnet dieser Satz schon lange, neuerdings jedoch gehäuft. Ob es nun die möglichen Klienten bei Entwicklungsbüro sind oder potentielle Auftraggeber für Media Sozial, ja es ist sogar so, dass selbst im Freizeitbereich die Leute oft bei mir falsch sind. Sie wollen Capoeira lernen, wollen Saltos lernen oder gekonnte Luftsprünge mit Kick. So viele sind einfach falsch bei mir. Macht mich das einsam? Wer kommt denn nun zu mir und wer ist wohl richtig? Diese Aussage, sie sind bei mir falsch, kam von meiner Lieblingsmetzgersfrau zu einer verwirrten Kundin. Wir sind so oft aus den richtigen Gründen bei der falschen Hilfe, manchmal auch aus den falschen Gründen bei der richtigen Hilfe. DIe Passgenauigkeit ist fast immer ausschlaggebend.

Ich hätte gern mehr Zeit mit meiner Familie gehabt

Ich hätte gern mehr Zeit mit meiner Familie gehabt

Sehr viele Väter sagen, wenn man sie fragt was sie rückblickend anders machen würden, dass sie gern mehr Zeit für die Familie und weniger für den Job gehabt hätten. Heutzutage gibt es ja Elternzeit, auch für Väter. Das ist eine spitzen Errungenschaft und keine Selbstverständlichkeit. Nur wie organisieren Männer das? Ist es wirklich so easy die ersten Tage, Wochen ja vielleicht sogar Monate Zeit für die Familie zu haben? Wirkliche Zeit, keine “Auf dem Sprung” Zeit. Zeit für Nähe, spielen, und alles was man gerne tut. Ich bin gerne draußen und frühstücke gerne. Ich arbeite auch gerne und bin gern mobil und flexibel. Ich versuche ein “Zu viel ..” zu vermeiden. Zu viel Arbeit, zu viel Events, zu viel Socializing, zu viel Lärm.Aber Geld verdienen mag ich natürlich auch. Wie gestaltet sich aber heutzutage so ein digitales, mobiles, smartes (sozial) Business? Klappt das wirklich und kann man damit auch Geld verdienen?

 

Die Soziale Arbeit stirbt

Die Soziale Arbeit stirbt

Es ist eine gewagte These so knapp nach Ostern, dem Fest der Auferstehung. Und doch bin ich überzeugt, dass die Soziale Arbeit in ihrer gegenwärtigen Form keine 10 Jahre mehr Bestand hat. Wir erleben es täglich wie sich die Welt wandelt. Vor kurzem saßen wir noch in einem befreundeten Nachbarland und genossen unseren frischen Ayran und schwupsdiewups sitzt da ein Diktator und schockt die halbe Welt. Vor kurzem wurde man noch vom freundlichen Chefarzt am Blinddarm operiert und kaum dreht man sich um, sitzt der Arzt in Sydney am PC und operiert mich via Virtual Reality / Augmentetd reality. Nur die Sozialarbeit scheint davor gewappnet. Immer geht es in Diskussionen darum das wir ja quasi unersetzbar seien. Wir leisten Beziehungsarbeit, trösten, helfen und motivieren. Schon klar. Nur über was regen wir uns denn immer auf? Die Dokumentiererei, die Bürokratisierung, den scheiß Verwaltungskäse. Das liebe Leute ist bald zu Ende. Ich freu mich drauf.

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Ich kapituliere

 Ich kapituliere

“Marc, du musst endlich kapitulieren” ist ein Satz der mich doch nun schon fast mein ganzes Leben begleitet. Ich bin seit 1999 in unregelmäßigen Abständen damit konfrontiert bei unterschiedlichen Anlässen kapitulieren zu müssen. Bei der Sucht, da musste ich kapitulieren, weil es sonst mein Leben gekostet hätte. In Beziehungen, weil es sonst bei der Frau oder bei mir um eine Verlängerung des Schmerzes gegangen wäre oder bei einem erneuten Rückfall. Immer wieder saß ich in Psychiatrien oder Krankenhäusern oder manchmal auch zuhause und wusste einfach nicht wie. Wie geht kapitulieren?
In der Lifestylewelt von heute, bei der Onlinekurse oder das schlichte “folgen” spezialisierter Instagram Accounts, eine Zufriedenheit ungeahnten Ausmaßes versprechen, gibt es da Kapitulieren überhaupt? Gibt es Scheitern und Loslassen von Altem? Es ist der wunde Punkt von uns allen, die Unfähigkeit die weiße Fahne zu schwenken. Ich kapituliere vor der Kapitulation.

Der Nischenlifestyle oder wie man lernt gegen den Strom zu schwimmen

Der Nischenlifestyle oder wie man lernt gegen den Strom zu schwimmen

Woran sich orientieren fragen sich täglich Tausende junger Menschen. Nicht die Jugendlichen oder Kinder, nein die jungen Menschen die im Arbeitsleben stehen und beginnen Ihren Platz zu finden. Woran orientieren wir uns wenn das erste Geschäftsgespräch ansteht, welche Klamotten ziehe ich an und wie muss  “man” sich verhalten? Darf man sich selbst sein? Woran orientieren wir uns wenn wir Eltern werden? Müssen Männer auch ins Café nebenan und ihren veganen Latte Macciato trinken? Was ist eine Nische im Leben? Gibt es Lebensnischen die den Weg, das Leben angenehmer machen? Können wir uns gegen den Strom treiben lassen?

Und wenns dann doch noch nicht klappt? – Zweifeln und Grübeln

Und wenns dann doch noch nicht klappt? – Zweifeln und Grübeln

Wir verharren in manchen Situationen oft und überlegen, dann grübeln wir und wägen ab. Wir grübeln oft und gerne, wir Deutschen. Wir sind auch gerne skeptisch und haben doch auch Vorbehalte. Wenn wir dann mehr in unserem Leben möchten, mehr Freizeit, mehr Karriere, mehr Kinder, sind wir wieder in der Spirale des Grübelns verhaftet. Wie kommen wir dann aber wieder in Aktion? Wie macht man den Sprung in die Selbständigkeit, raus aus den verschiedenen Jobfallen oder rein in die Beziehung? Es ist leicht gesagt, dass man den Mut zusammennehmen solle und es einfach tun. Eine Sicht aufs Grübeln und Zweifeln.

Sozialunternehmerferien in einem nicht-sicheren Herkunftsland

Sozialunternehmerferien in einem nicht-sicheren Herkunftsland

Es ist eine andere Welt in Marakesch, der Millionenstadt im Herzen Marokkos. So habe ich die 13 Tage Reise in dieses Land erlebt. Voller Widersprüche, Neuigkeiten, Armut, Lehmziegelhäusern, der immer wehenden Staatsflagge und eines omnipräsenten Königs. Es ist ein Land am hinteren Ende der Weltweiten Rangliste der menschlichen Entwicklung, ein Land voller Toleranz und Offenheit, ein Land voller Tradition und dem Willen der Modernisierung. König Mohammed VI ist einer der reichsten monarchen der Erde und wird doch König der Armen genannt. Es ist ein Land ohne sichtbare Unruhen und überall aus dem Boden sprießenden Sozial- und Gesundheitsprojekten. Es ist ein lautes Land, ein weiteres Land voller Einwanderer und Füchtlinge.

Es ist ein Land ohne Kehrwoche und Kässpätzle, ein Land mit Würde und Stolz ohne gleich den rechten Arm zu heben. Es ist ein Land voller Kraft, leider viel ungenutze Kraft.

 

Shownotes

Marokko

Mohammed VI

Privatsekretär Mounir_Majidi

SIGER

Auswärtiges Amt

Spiegel – Sichere Herkunftsländer

 

SoziFon #40 Debbie Ford Die dunkle Seite der Lichtjäger

Debbie Ford – Die dunkle Seite der Lichtjäger

-UPDATE- Die Folge war bisher nicht abspielbar.

Wie können wir das was in uns ist, das Dunkle, die Anteile in uns die wir nicht mögen und abkapseln, wie können wir sie in unser ganzes Wesen integrieren? Debbie Ford bietet mit ihrem Selbsthilfebuch einen konkreten Ausweg an den ich selbst  angewendet habe. Durch kleine Übungen und Lektionen fürhr sie uns in die Innenwelt, in die Introspektive des eignenen nicht beachteten und ungewollten Teils in uns. Um unsere volle Kraft zu leben, brauchen wir diesen Anteil. Hört rein.

 

Um Zufriedenheit, innere Ausgeglichenheit und ganzheitliches Wohlbefinden zu erlangen, führt der Weg über die Anerkennung und Heilung der eigenen Schattenseiten.
Debbie Fords informativer, lebendig geschriebener und praxisbezogener Leitfaden ermutigt jeden, sich den Abgründen und Ängsten der eigenen Psyche zu stellen. Ein Grundkurs für spirituell Suchende und Menschen, die bewußter mit Krankheit und den Wechselfällen des Schicksals umgehen wollen

Debbie Ford studierte Psychologie an der John F. Kennedy University und arbeitete als Lehrerin, Beraterin und Persönlichkeitstrainerin. Als Mitglied des Chopra Center for Well Being in La Jolla, Kalifornien, half sie Tausenden von Menschen, ihr Selbstbewusstsein und emotionales Gleichgewicht wieder zu erlangen. Ihre Einsichten in die Strukturen menschlicher Persönlichkeit legte sie in dem Buch “Die dunkle Seite der Lichtjäger” dar.

 

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SoziFon #181 Weshalb ich 2017 nicht mehr coache

Weshalb ich 2017 nicht mehr coache

Es ist fast Jahresende und eine neue Entscheidung muss her. Nach reiflicher Überlegung und fast 6 Monaten Positionierung muss ich mir eingestehen das ich kein Coach bin. Ich habe weder eine NLP Ausbildung noch bin ich Business Coach. Ich habe kein Wochenendseminar Coaching besucht noch bin ich im Anzug bei CEO Treffen anwesend. Ich habe keine Zertifizierung um in die großen Coaching Datenbanken eingetragen zu werden. Gleichzeitig bin ich aber auch nicht nur in “die Schule des Lebens” gegangen und habe aufgrund meiner Tiefschläge neuartige Herangehensweisen entwickelt. Ich bin was anderes.

 

 

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