Suchtprävention in Deutschland – Was nichts kostet ist nichts wert

Sucht- / Drogenprävention schreiben sich so einige Organisationen der Sozial- und Gesundheitsbranche immer wieder auf ihre Fahnen. Sei es die Polizei, Krankenkassen, Drogenberatungsstellen oder auch neuerdings Banken. Man will ja Gutes tun. Corporate social responsibility nennt man das ganz im anglizistischem Neudeutsch. Ausgetragen werden diese Präventionsmaßnahmen hauptsächlich in Schulen, Jugendzentren oder Vereinen. Also da wo man meist Jugendliche oder Kinder antrifft. Dann kommt der gute Polizeibeamte mit seiner Powerpoint und erzählt aus Sicht der Polizei, was die Jugendlichen besser nicht tun sollten: Drogen nehmen. Oder es kommt die Psychologin der hiesigen Suchtberatungsstelle und macht ganz in sozialarbeiterischer Manier mit tollen Kärtchen, Smilies und Stuhlkreis ein emotionales Fass auf. Meist geht es da auch recht verbotsmäßig zu. Und dann gibts da noch die wenig beachtete Gruppe der Ex-User. Die werden gerne gesehen, weil, die haben es ja wirklich erlebt. Finanziert werden die ersten beiden Protagonisten (Polizei, etc.) von den jeweiligen Arbeitgebern. Der Ex-User hat da eher das Nachsehen und darf sich nach 6 stündigem Seelenstrip vor 500 Pubertierenden mit einem feuchen Händedruck und einem Kaffee zufrieden geben. Wir reden hier von, sagen wir mal grob 150-200 € für einen Vormittag und Ex-User. An- und Abreise müssen natürlich selbst getragen werden.

Irgendwie ein nicht tragbarer Zustand.

Shownotes:

Strukturen der Suchtprävention in Deutschland

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

SoziFon – Digitale Drogenaufklärung

SoziFon – Seelenschmerzen

SoziFon – Wieso Suchtkranke immer wieder scheitern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.