SoziFon #157 Sozialer Datenschutz im ländlichen Raum

Sozialer Datenschutz im ländlichen Raum

In verschiedenen Situationen meines Lebens bin ich mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Nichts weltbewegendes für die Gesellschaft, ich habe niemandem Schaden zugefügt außer mir. Trotzdem kann das ja mal passieren, z.B. beim alkoholisiertem Autofahren. Nun wenn man dann das Procedere der Strafe abgeschlossen hat kann man unter bestimmten Umständen die Strafe in sogenannte Sozialstunden umwandeln. Dienst am Volk, eine Art Wiedergutmachung soll hier geleistet werden. Was passiert in diesem Prozess eigentlich mit meinen Daten? Weiß die Einsatzstelle über mein Delikt und wenn ja wieso? Wenn sensible Daten, wie Tathergang, Deliktdetails etc. an den Arbeitgeber weitergegeben werden ist das nicht so prickelnd. Selbst wenn der Arbeitgeber, also die Einrichtung bei der man die Sozialstunden ableistet, nach dem Delikt fragt erinnert mich das an die Frage ob noch Kinder geplant seien wenn eine 30 Jährige Frau sich in Oberschwaben bewirbt. Unmoralisch, unethisch und schlicht nicht erlaubt… aus gutem Grund. Dieser scheint für die Sozialstundengruppe nicht zu gelten. Da stigmatisieren wir lieber am laufenden Band. Es ist wie ein soziales Perpetuum mobile.

 

 

Shownotes

Projekt “Schwitzen statt Sitzen”

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.