SoziFon #070 Von der falsch gelebten Männlichkeit

Von der falsch gelebten Männlichkeit

Wir leben in komischen Zeiten. Männer werden immer weiblicher und Frauen irgendwie immer männlicher. Frauenquote, Nein heißt nein Gesetze, Bundekanzlerin sind nur eine Seite der Medallie. Wir haben Mänenr als Sextoys, Samenspender oder als Geldbeschaffer akzeptiert und lieben gelernt. Ich meine, wer will nicht der große Frauenbeglücker sein? Aber woher kommt diese Entwicklung hin zu einer Femokratie? Männer haben den Krieg angezettelt, kamen daraus nicht lebend zurück, die RAF war Männerdominiert, die Finanzkrise… Männer waren das, Armut und Elend… eindeutig.. Männer. Gewalt in der Familie… ganz klar Männer.

Männer sind die Loser.

In Beziehungen halten die Männer meist den Mund, fühlen sich abhängig vom Zustand der Frau. Tendenzen von Männern sontan bisexuell zu werden sind nicht aus der Luft gegriffen. Männer sind nicht mehr der Sigfried aus der Nibelungensage, Männer sind nicht mehr wie Cäsar oder Napoleon, Männer sind weder Ramnbo noch Rocky. Männer botoxen sich, tragen Bündchenhosen und rasieren sich die Brust… weil Frauen Brusthaare oft ecklig finden. Männer sollen sich einen geometrischen Bart schneiden der haupsächlich flauschig ist, keine Pickel bei Frauen auslöst und nicht müffelt. Jungen sollen sich ihre Aggression von netten Psychosozialarbeiterinnen abtrainieren lassen und brav ihr Ritalin schlucken. He wen juckts wenn der kleine Max mit aufgespannten Regenschirm apathisch im Bett sitzt und nicht weiss ob er seinen kleinen Pimmel gut finden soll wenn Mama ständig über den dämlichen Vater stänkert.

Eine Episode zum Auftakt eine kleinen Reise durch unser seltsames Rollenverständnis. Kommentare erwünscht 😀

 

 

 Shownotes

2 thoughts on “SoziFon #070 Von der falsch gelebten Männlichkeit

  1. Wenn die Männer «auf der Strecke bleiben» – wie Du sagst –, dann wäre es doch Aufgabe der Männer sich auf den Weg zu machen zu einem neuen, zeitgemäßen, gerechten Selbstverständis, zu einem neuen Rollenverständnis. Die Frauen haben sich da ja bereits auf den Weg gemacht.
    Zur rechtlichen Thematik ist zu sagen, dass die sofortigen Rechte der Mutter darin begründet sind, dass durch den Vorgang der Geburt die Mutterschaft eindeutig ist, während es beim Vater nicht so unmittelbar eindeutig ist und darum die bekannten Vorgänge der Vaterschaftsanerkennung durchgeührt werden. Mehr steckt da nicht dahinter. Das sollte man eben auch nicht so verdrehen als ob hier eine Bevorzugung der Frauen stattfindet.
    Wenn Frauen so geheim mächtig sind, wieso ist dann die Armutsquote bei alleinstehenden Frauen und besonders allein stehenden Müttern so eklatant hoch? Weil die Väter sich so verantwortungsvoll um die Übernahme von Kosten von Pflege und Erziehung der Kinder kümmern? (siehe dazu http://www.sozialpolitik-aktuell.de/).
    Wenn Männer mehr Selbstmorde begehen, öfter drogenabhängig sind und früher sterben, dann können, müssen und sollen Männer sich auf den Weg machen neue, moderne Strategien der Selbstfürsorge zu entwickeln und diese ihren Söhnen beizubringen. Selbstmitleid ist zum Beispiel eines der Probleme, die man angehen sollte. Wie Du in Deinem Podcast Storytelling sagst, wird es Zeit für neue Geschichten für die Männer. Neue Vorbilder, neue Leitbilder. Rambo und Rocky sind da wohl keine modernen Alternativen. Zugang zu lernen zu eignen Gefühlen, auch zur eigenen Verletzlichkeit und zu lernen, das gelegentlich Gefühle wie Hilflosigkeit und Schwäche nicht schlimm sind, sondern ein Anlass sein können, sich Hilfe zu suchen bei anderen Menschen, eben sich sozial zu verhalten, statt sich selbst mit Drogen und anderen mit Schiesspulver Gewalt anzu tun – das wäre vielleicht tatsächlich ein Anfang.

    1. Mein reden. Da bin ich voll bei dir. Meine Wahrnehmung ist oft, das Männer eben keine wirkliche Orientierung mehr haben. Es gibt das alte, das Patriarchat oder was es heute ist und dann gibt es wenig Neues. Ich denke das Heldenreisen hier viel Potenzial bieten würden, ebenso sehe ich in meiner Arbeit das systemische Aufstellungen gut zur Visualisierung solcher Aspekte genutzt werden können.

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