Soziale Arbeit und die Medien

Wir als Fachkräfte im Sozialen Bereich haben es nicht gelernt über unsere Arbeit zu bereichten. Es ist irgendwie eine unausgesprochene Sache hier im Land, über gute Dinge die man tut, nicht zu sprechen. Es gehört sich nicht, sich groß zu machen. Die aufgeblasenen Leute sind meist aus anderen Bereichen. Wir sind demütig, Christen, introvertiert oder sonst was aus dem “Handbuch für gute Sozis”. Und dann hören wir vermehrt den Ruf nach Digitalem, nach Breitband, Mobil und E-Learning. Virtuelles Coaching und eine “Blended Therapie” setzen dem neuen Zeugs noch die Krone auf. Wir sollen Story tellen, Geschichten erfinden und plötzlich Instagram Stories wie am Fließband produzieren.

Christian Müller sagte neulich, wenn eine Webseite und ein Social Media Kanal besteht und die eignene Reichweite nicht ausreicht, solle man sich als Soziale Organisation den Influencern bedienen. Menschen ins Boot holen die schon Reichweite haben, in der Öffentlichkeit stehen.

Es scheint eine neue Welt angebrochen zu sein. Ein twitternder Papst,  bloggende Geschäftsführer, Youtube Mathe, Harvard Vorlesungen für Hinterwäldler. Schei*** was geht nur ab?

One thought on “Soziale Arbeit und die Medien

  1. Du hast viele gute Fragen gestellt in Deinem Beitrag, auf die es viele mögliche Antworten gibt. Hier ist eine mögliche Antwort: Die Soziale Arbeit steckt in einer 100 Jahre alten, verstaubten Truhe, und keiner traut sich den Deckel zu heben und mal den ganzen Inhalt ins 21. Jahrhundert zu holen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.