Die Subspießer

Drogenkonsumenten bezeichnen sich ja gerne als Kämpfer gegen das Spießertum. Spießer sein ist quasi das Ende, der Tod oder sowas wie ein verlorenes Spiel. Als Drogenkonsument sieht man die Welt mit einem “erweiterten Bewusstsein” oder was man dafür hält und weil man ja erweitert ist, ist man automatisch kein Spießer mehr. Man sieht die Welt anders und neu. Man ist sozusagen der Antispießer. Aber irgendwie stimmt das Bild nicht. Wikipedia sagt dazu:

“Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit auszeichnen.”

Als Kiffer will man keinen Alkohol und auch kein LSD es muss das Gras sein, das Lemon Haze #420 mit den besonderen Duft im Abgang. Es muss das Heroin aus Guatemala oder Thailand sein. Kein Spießer-Methadon vom Arzt. Irgendwie engstirnig. Auch die ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen (Subkultur-)Normen ist nicht zu übersehen. Ich bin der Spießer vor dem ich ein Leben lang wegrannte. Scheiße

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